Katholische Akademie gründet Novalisforum

am 11. Dezember in Freiberg

Dresden, 09.12.2002 (KPI): Novalisforum - so lautet der Name der Gesprächsplattform, die die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen am Mittwoch, dem 11. Dezember, um 20 Uhr in der Bergakademie Freiberg/Technische Universität ins Leben ruft (Institut für Mineralogie, Brennhausgasse 14, 09599 Freiberg; großer Hörsaal, Nr. 45, 1. Stock). Den Eröffnungsvortrag hält Staatsminister a. D. Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Maier (München) zum Thema „Staat und Kirche im künftigen Europa".

Nach dem „Kathedralforum" in Dresden und dem „Forum für Kirche und Welt" in Chemnitz eröffnet die Katholische Akademie damit ihren dritten regionalen Ableger im Bistum. Das Novalisforum entsteht in Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg. Bislang sind laut Akademiedirektor Dr. Joachim Klose etwa vier Veranstaltungen jährlich vorgesehen.

Für Freiberg als Standort habe gesprochen, dass die Stadt in zahlreichen Akademikerzirkeln bereits eine aktive Gesprächskultur pflege und als Universitätsstandort ein gutes Potential an Referenten wie Diskussionspartnern biete, so Klose weiter. Da die TU Bergakademie zudem keine geisteswissenschaftliche Fakultät besitze, sei das Forum auch für die Hochschule eine sinnvolle Ergänzung. Die Diskussionsthemen sollten allerdings bewusst nicht auf bestimmte Fachgebiete eingegrenzt werden, sondern vor allem aktuelle Fragestellungen berücksichtigen.

Der Name „Novalisforum" bezieht sich auf die Freiberger Zeit des Wissenschaftlers und Dichters Novalis, mit bürgerlichem Namen Friedrich von Hardenberg (1772-1801). 1797 kam er an die Bergakademie Freiberg, wo er seine dichterische Ader entdeckte und sich auch das Pseudonym Novalis wählte. Von hier aus schrieb er seine Aphorismensammlung „Blütenstaub" an die Brüder Schlegel. Hier versuchte er aus dem Studium einzelner Fächer Umrisse einer „Universalwissenschaft" zu gewinnen.

Den vielseitigen Bildungsansatz eines Novalis möchte die Katholische Akademie bei ihrer Neugründung laut Klose bewusst aufgreifen. Seit Juni 2001 gibt es die Akademie inzwischen im Bistum Dresden-Meißen. Ziel sei, ein modernes Bildungsnetzwerk zwischen lokalen und inhaltlichen Foren zu schaffen, so der Direktor weiter. Besondere Aufgabe dabei: „Wir wollen eine Brücke bauen aus dem religiösen, kirchlichen Bereich in die Gesellschaft und zurück."

Neben den Diskussionsforen veranstaltet das Institut auch Gesprächsreihen zu den Themenfeldern Medizinethik, Kirchenmusik, Naturwissenschaft - Technik - Glaube, Wirtschaft und Ethik sowie zu Kunst und Religion. Dabei arbeitet die Akademie mit Partnern wie dem Max-Planck-Institut, der Technischen Universität Dresden oder der Dresdner Gemäldegalerie alte Meister zusammen. MB


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