Gedenkfeiern im Bistum anlässlich des 100. Geburtstag von Bischof Spülbeck

am 4. und 8. Januar im Bistum Dresden-Meißen


Bischof Otto Spülbeck (Bischof von Meißen 1958 - 1970)
Dresden, 18.12.03 (KPI): Am 8. Januar 2004 jährt sich der Geburtstag von Bischof Dr. Otto Spülbeck zum hundertsten Mal. Gedenkgottesdienste feiern aus diesem Anlass am 4. Januar Bischof Joachim Reinelt um 10.30 Uhr in der Dresdner Kathedrale sowie um 9 Uhr Weihbischof Georg Weinhold im St. Petri-Dom in Bautzen.

Eine Festakademie soll am Nachmittag des 4. Januar an das Leben und Wirken Bischof Spülbecks im Bistum Meißen (seit 1980 Bistum Dresden-Meißen) erinnern. Veranstaltungsort ist das Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz bei Bautzen. Beginn ist um 16 Uhr. Für den Nachmittag sind folgende Vorträge vorgesehen: Christian März (Erfurt) spricht zum Thema “Vom rheinischen Katholizismus in die sächsische Diaspora – Bischof Spülbeck und die Ansätze eines pastoralen Konzepts. Dr. Siegfried Seifert (Bautzen) referiert über “Bischof Otto und die Erneuerung der Liturgie. Dr. Michael Ulrich (Schmochtitz) wird abschließend über “Bischof Otto – Naturwissenschaftler und Theologe sprechen. Die musikalische Gestaltung übernehmen Prof. Johannes Walter, Flöte, und Kantor Ronald Knopsmeier, Orgel. Um 18 Uhr lädt Bischof Reinelt zu einer feierlichen Vesper und anschließend zu einem festlichen Abendessen ein.

Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Anmeldungen sind schriftlich möglich bis zum 30. Dezember an das Bischof-Benno-Haus, Schmochtitz Nr. 1, 02625 Bautzen.

Einen Vortrag unter dem Titel “Moderne Kirche? Bischof Otto Spülbeck. Visionär und Realist von Christian März gibt es auch am Donnerstag, dem 15. Januar, um 20 Uhr im Kathedralforum Dresden (Schloßstr. 24, 01067 Dresden).


Biographie Bischof Otto Spülbecks (1904 – 1970)

Geboren wurde Otto Spülbeck am 08.01.1904 in Aachen. 1927 Promotion zum Dr. phil. 1930 zum Priester geweiht, war er von 1930 bis 1937 Kaplan in Chemnitz und Leipzig, anschließend bis 1945 Pfarrer in Leipzig-Reudnitz. Von 1945 bis 1955 war Otto Spülbeck Propst von Leipzig sowie von 1951 bis 1955 Geschäftsführer des St. Benno-Verlags.

Dr. Otto Spülbeck wurde im Juni 1955 zum Weihbischof des Bistums Meißen ernannt. Im Juli übernahm er auch das Amt des Generalvikars. Am 14.12.1955 wurde er Apostolischer Administrator des Bistums. Vom 20.06.1958 bis 21.06.1970 leitete er das Bistum als Bischof von Meißen.

Bischof Spülbeck machte auf sich aufmerksam als mutiger Kritiker des SED-Regimes und als Fürsprecher eines wiedervereinigten Deutschlands. Am II. Vatikanischen Konzil nahm er als Mitglied der Liturgiekommission teil. Ebenfalls in seine Amtszeit fällt der Beginn der Diözesansynode (13. Juni 1969) im Bistum Meißen. Am 21. Juni 1970 starb er auf der Rückreise von einer Wallfahrt nach Wechselburg in Mittweida.
MB


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