Defekte Heizleitung lässt Zittauer Pfarrei nicht kalt

Pfarrer Dittrich freut sich über hohe Spendenbereitschaft


Die katholische Kirche Mariä Heimsuchung in Zittau.
Zittau, 30.11.04 (KPI): Über eine außergewöhnliche Spendenbereitschaft seiner Pfarrgemeinde freut sich Pfarrer Michael Dittrich in Zittau. Seit vier Jahren besteht eine Partnerschaft seiner Pfarrei Mariä Heimsuchung mit der Pfarrei Astrachan in Rußland. Jedes Jahr wird in Zittau "Weihnachtsgeld für Astrachan" gesammelt. In diesem Jahr war die Unterstützung besonders dringlich. In Russland hatte die Zuleitung der Fernwärme zur Partnerkirche eine Havarie, und die Kosten für die Reparatur wurden, obwohl sich das Leck im öffentlichen Bereich befand, der Pfarrei auferlegt. Mit eigenen Kräften wurden die Schachtarbeiten erledigt, aber 1.100 Euro an Kosten blieben.

Die defekte Heizleitung in Astrachan ließ die Zittauer nicht kalt. „Wir hatten uns vorgenommen, der Gemeinde zu ermöglichen, dass sie ihre Weihnachtsgottesdienste wieder in einer geheizten Kirche feiern kann“, so Pfarrer Michael Dittrich. Gesammelt wurde an den beiden vergangenen Sonntagen. „Dabei kamen sage und schreibe 2.240 Euro ein“, berichtet Pfarrer Dittrich begeistert. Das Spendenaufkommen für Astrachan betrage demnach in diesem Jahr insgesamt 4.430 Euro, in den vier Jahren der Partnerschaft seien zusammengerechnet 12.190 Euro gespendet worden.

„Aber bei dieser Partnerschaft geht es nicht nur um Geld, obwohl das bitter nötig ist“, so Pfarrer Dittrich. Für die Sanierung der Kirche, vor allem die Trockenlegung, seien noch zwei Millionen Rubel – umgerechnet etwa 61.000 Euro - nötig. Die Lausitzer und ihre russischen Glaubensbrüder und -schwestern tauschen sich aber auch regelmäßig mit Texten und Fotos aus, auch gegenseitige Besuche gab es schon. Der Pfarrer der russischen Gemeinde, Pater Stanislaw, ein gebürtiger Pole, wird im kommenden Frühjahr zu Besuch in Zittau erwartet.
MB


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