Bonifatiuswerk fördert Bau im Bistum mit 439.000 Euro

Unterstützung geht an Augustusburg, Gera, Naundorf, Ostritz, Plauen


Finanzspritzen gehen an Projekte in Augustusburg, Gera, Naundorf, Ostritz und Plauen...

Dresden/Paderborn, 07.12.05: Mit 439.000 Euro greift das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2006 fünf Bauprojekten im Bistum unter die Arme. Einen Zuschuss erhalten:

- Augustusburg, Kath. Kirchengemeinde St. Theresia: Umbau, Sanierung und Inneneinrichtung des Pfarrzentrums St. Theresia in Flöha (100.000 )

- Dresden/Gera, Bistum Dresden-Meißen: Anschaffung eines Kirchenzeltes für die Bundesgartenschau (19.000 )

- Dresden, Diözesan-Caritasverband: Einrichtung der Kapelle in der Familien-Ferienstätte St. Ursula, Naundorf (20.000 )

- Ostritz, Pfarrei St. Maria Himmelfahrt: Sanierung der denkmalgeschützten Pfarrkirche (100.000 )

- Plauen, Pfarrgemeinde Herz Jesu: Neubau eines Pfarrzentrums und Ausstattung (200.000 )

Insgesamt hat das Bonifatiuswerk seine Bauhilfen für 2006 um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Generalvorstand des Hilfswerks beschloss heute in seiner jährlichen Vergabe-Sitzung die Bauhilfen und Sonderförderungen für die Diasporagebiete der Deutschen und Nordischen Bischofskonferenz sowie für Estland und Lettland im kommenden Jahr. Für 111 Projekte stellt das Bonifatiuswerk insgesamt 7.213.780 Euro zur Verfügung. Das ist eine Steigerung um mehr als 24 Prozent im Vergleich zum laufenden Jahr 2005, in dem 74 Projekte mit 5,8 Millionen Euro gefördert wurden.

Im kommenden Jahr erhalten 66 Projekte in zwölf deutschen Diözesen eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 4.561.500 Euro. Besondere Förderungen sind z.B. für das neue Jugendhaus und den Kindergarten des Klosters Helfta in der Lutherstadt Eisleben sowie für den Gästehaus-Neubau auf der Fazenda Gut Neuhof bei Berlin vorgesehen. Die sieben nordeuropäischen Bistümer werden mit insgesamt 1.901.130 Euro für 21 Projekte gefördert. Dazu zählt u.a. die Renovierung der Kathedrale von Reykjavik oder der Neubau von Klöstern in Norwegen.

Das nördliche Baltikum erhält 751.150 Euro für 24 Baumaßnahmen in den fünf Bistümern. Hier handelt es sich vornehmlich um die Errichtung von Kirchen. Der Präsident des Diaspora-Hilfswerkes, Georg Freiherr von und zu Brenken, begründet die Erhöhung der Bauhilfe mit den deutlich gestiegenen Antragszahlen aus den Bistümern: „Wir spüren ganz klar, dass viele Gemeinden und Diaspora-Diözesen ohne die Hilfe der Förderer unseres Werkes wichtige Projekte nicht mehr auf den Weg bringen könnten. Daher ist es für uns eine besondere Verpflichtung, die Bauhilfen für 2006 entsprechend anzuheben. Wir freuen uns, in einem so großen Umfang helfen zu können.“

Vielen Diaspora-Gemeinden fehlen die notwendigen Eigenmittel für Bau- und Renovierungsmaßnahmen, die oftmals Voraussetzung für die Förderung durch das jeweilige Bistum sind. Die Pfarrgemeinden sind daher auf die Solidarität und Unterstützung der Mitchristen aus ganz Deutschland angewiesen. „Deshalb“, so Generalsekretär Prälat Clemens A. Kathke, „gilt unser Dank allen, die dem Bonifatiuswerk ihre Spende anvertrauen. Nur so können wir jene Christen unterstützen, die als Minderheit unter Anders- und Nichtglaubenden leben. Mit dieser Hilfe erhält der Glaube in einem vorwiegend areligiösen Umfeld neue Perspektiven und Möglichkeiten der Entfaltung“.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt in Deutschland besonders die ost- und norddeutschen Diaspora-Bistümer, da der Anteil der Katholiken dort häufig nur zwischen drei und sieben Prozent der Gesamtbevölkerung beträgt.

Ute Hücker

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