Gedenkfeier für Bischof Georg Wuschanski (1839-1905)

am 29. Dezember in Bautzen

Bischof Georg Wuschanski starb vor genau 100 Jahren. Aus diesem Anlass findet am 29. Dezember in Bautzen eine Gedenkfeier statt.

Bautzen, 22.12.05 (KPI): Bischof Georg Wuschanski, von 1904 bis 1905 Apostolischer Vikar in Dresden, starb vor genau 100 Jahren: am 29. Dezember 1905. Aus diesem Anlass laden der Cyrill-Methodius-Verein und der sorbische Wissenschaftsverein Maica Serbska am 29. Dezember 2005 zu einer Gedenkfeier nach Bautzen ein. Der Tag beginnt mit einem Festgottesdienst im Bautzener Dom um 9 Uhr. Anschließend (10.15 Uhr) werden Dompfarrer Veit Scapan, Superintendent Jan Malink und Jurij uanski vom Vorstand der Maica Serbska den Verstorbenen an seinem Grab auf dem Nicolaifriedhof ehren. Bei der folgenden Festakademie im Dompfarramt (11-13 Uhr, An der Petrikirche 7) erinnern die Referenten an die vielfältigen Verdienste von Bischof Wuschanski.

Georg Wuschanski (sorbisch: Jurij usanski) wurde am 8. November 1839 in Ostro geboren. Vor seiner Priesterweihe am 22. September 1866 studierte er elf Jahre lang in Prag und Köln. Nach weiteren elf Jahren als Kaplan in Ralbitz und Bautzen – davon fünf Jahre auch Redakteur des Katolski Poso – wurde er Präses des Wendischen Seminars in Prag (1877-1894). Sein Weg führte ihn anschließend zurück nach Bautzen, wo er residierender Domkapitular am Domstift St. Petri und zeitweise – quasi ehrenamtlich – Vorsitzender der Maica Serbska war. Ab 1900 war er zunächst vertretungsweise für den erkrankten Ludwig Wahl, ab 1904 regulär Apostolischer Administrator der Oberlausitz. Im Dezember 1903 wurde er zugleich zum Apostolischen Vikar der Sächsischen Erblande in Dresden und zum Titularbischof von Samos ernannt. Die Bischofsweihe erhielt Georg Wuschanski 1904 in Breslau. Er starb am 29. Dezember 1905 in Bautzen.

Wuschanski hat sich auch mit Büchern einen Namen gemacht: Er verfasste einen Katechismus und gab ihn heraus, er schrieb über “das Wendische Seminar St. Petri auf der Kleinseite in Prag und übersetzte zusammen mit M. Hrnik das Neue Testament ins Obersorbische.


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