Kürzere Wege zueinander

Beitritt der Tschech. Republik zum Schengener Abkommen ermöglicht neue Grenzübergänge in der Oberlausitz


Der Satz des Propheten Jesaja: "Bahnt dem Herrn einen Weg, ebnet ihm die Straßen", erhält in der Oberlausitz eine aktuelle Bedeutung - durch den Beitritt der Tschechischen Republik zum Schengener Abkommen.

Großschönau, 21.12.2007 (KPI): Heute früh um 9 Uhr morgens versammelten sich einige Bürger am Grenzübergang Großschönau – Varnsdorf. Der Bürgermeister von Varnsdorf, Josef Polek (4. v. li.), und sein Großschönauer Amtskollege Frank Peuker (3. v. re.) begrüßten einander und drückten in einem Grußwort ihre Freude über die Aufhebung der Hindernisse der Zusammenarbeit aus.
Der Varnsdorfer Dekan Alexej Bal (2. v. li.) und Pfarrer Bertram Wolf (li.) aus Leutersdorf nahmen Bezug auf die adventliche Lesung aus dem Buch Jesaja. Der Prophet schreibt hier (40,3): „Bahnt dem Herrn einen Weg, ebnet ihm die Straßen.“ Die Erfüllung dieser Heilsworte werde deutlich am Abbau der Grenzen, verlange aber auch eine Weiterführung, so die Seelsorger. Das Vertrauen zwischen den Menschen müsse erst langsam wieder wachsen, warben sie um Geduld. Danach segneten sie den neuen Weg.

Die Feuerwehren von Großschönau und Varnsdorf fuhren dann als erste über die Grenze.

Der Grenzübergang verkürzt erheblich auch den Weg zwischen Seifhennersdorf und Großschönau. Pfarrer Wolf konnte diesen bisher nur mit dem Fahrrad nutzen, wenn er zum Gottesdienst in die Filialkirche Großschönau fuhr. Die Bürgermeisterin von Seifhennersdorf Kathrin Berndt (4. v. re.) braucht nun ebenfalls nicht mehr 10 km Umweg in Kauf nehmen, um nach Großschönau zu gelangen.

BW/meu


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