Rafael Ledschbor, Ralbitz

Redakteur des Katolski Posol (Zeitschrift der katholischen Sorben)


Ihr Lebensmotto?
Bitte recht freundlich

Wovon haben Sie in Ihrer Jugend geträumt?
Wie schnell man doch Jugendträume vergisst

Wer hatte den größten Einfluss auf Ihren Lebensweg?
Der ehemalige Kaplan aus der Nachbarpfarrgemeinde, der jetzt Pfarrer unserer Gemeinde ist, sowie der jetzige Pfarrer unserer Nachbarpfarrgemeinde.

Welche Entscheidung bereuen Sie im Nachhinein?
Wann ist Nachhinein? Selbst das, was ich heute bereue, kann sich in Zukunft doch wieder als richtig erweisen.

Welches Lied singen Sie am liebsten?
Da gibt es nicht nur ein Lied. Ich singe gern Lieder in Gemeinschaft, am liebsten sorbische.

Der Himmel auf Erden ist für mich ...
wenn ich spüre, dass mich jemand liebt.

Mit welchem Prominenten würden Sie gerne eine Nacht lang diskutieren?
Selbst wenn ich es hier verraten würde, wer es sein könnte, käme er ja nicht zu mir, um mit mir zu diskutieren. Wichtiger ist mir das Thema, worüber ich mit jemandem diskutiere. Und da muss es kein Promi sein, darf es aber.

Wunder gibt es immer wieder. Welches möchten Sie noch erleben?
Die völlige Genesung meiner Frau.

Meine liebste Bibelstelle ist ...
das Gleichnis vom verlorenen Sohn.

Wem würden Sie gerne mal eine Predigt halten - und worüber?
Jemanden, der glaubt, dass er nicht glaubt – na, über das Geschenk des Glaubens.

Wobei fällt Ihnen das Fasten am schwersten?
So zu fasten, dass die Leute nicht merken, dass ich faste.


Wo möchten Sie leben, wenn nicht hier?
Dort, wo mich der liebe Gott haben will.

Haben Sie ein Vorbild?
Nein, mehrere.

Was war Ihr schönstes Erlebnis?
Wenn ich das wüsste! Es gibt ja so viele „schönste Erlebnisse“.

Welche(n) Heilige(n) schätzen Sie besonders?
Große Heilige, die mit ihrer menschlichen Schwäche mir heute helfen zu glauben. Ich denke dabei an den ungläubigen Apostel Thomas, der auch meine Zweifel ausdrückt und mir zu glauben hilft. Oder ich denke an den Apostel Petrus, der Christus kurz vor dessen Tod verleugnet hat und dem Christus trotzdem die Leitung der Kirche anvertraut hat, und der sogar nachdem er den auferstandenen Herrn gesehen und gesprochen hat aus Angst vor dem eigenen Tod Rom verlassen wollte – und Christus ihm entgegenkommt und Mut schenkt.

Wofür würden Sie die weltweite Kollekte eines Sonntags gerne ausgeben?
Für Lebensmittel für alle jene, die hungern müssen.

Was ist für Sie kaum zu glauben?
Dass es so viele Reichtümer auf unserer schönen Erde gibt und dennoch unzählige Menschen verhungern.

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Es ist nicht das Sparbuch, auch nicht das Kochbuch, irgendein Zauberbuch, das Adressbuch, ein Wörterbuch oder gar das Beschwerdebuch, sondern ein Hörbuch – Hans Peter Kerkelings Weg nach Santiago de Compostela „Ich bin dann mal weg“, in dem er selbst seine Aufzeichnungen liest.

Welchem Menschen (aus Gegenwart oder Vergangenheit) würden Sie gerne einmal begegnen oder wären Sie gerne begegnet?
Allen, die mir der liebe Gott vorbeischickt.

Welchen Satz hätten Sie gerne in Ihrer Grabrede?
Bei uns gibt es gar keine Grabreden, wohl aber eine Predigt beim anschließenden Requiem. Die, die sich um meine Beerdigung kümmern, sollen sich auch darum sorgen, was da gesagt oder lieber verschwiegen wird.

Wenn ich anderen eine Homepage empfehlen dürfte, dann wäre das...
Es gibt ja Milliarden von Seiten im Internet. Da ich noch nicht alle gesehen habe, warte ich bis dahin mit einem Tipp.






ZUR PERSON:
Rafael Ledschbor
geboren 1966 in Räckelwitz, aufgewachsen in der katholischen sorbischen Oberlausitz; nach dem Abitur und Bausoldatenzeit Studium am Philosophisch-Theologischen Seminar in Erfurt, zunächst mit dem Ziel Priester zu werden, später als Laientheologe; im Anschluss Ausbildung zum Journalisten in Leipzig; seit 1993 Redakteur beim Katolski Posol (Zeitschrift der katholischen Sorben) in Bautzen; lebt mit Frau und drei Kindern in Ralbitz (Pfarrgemeinde St. Katharina Ralbitz).

Wenn Sie Kontakt mit Rafael Ledschbor aufnehmen möchten, senden Sie eine E-Mail an:
Ledschbor@t-online.de

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