Ein ganz normaler Weltjugendtagstag!?

Von der überwältigenden Gastfreundschaft der Australier und einer entfernten Begegnung mit dem Papst


Das Schiff mit Papst Benedikt XVI.
Ein ganz normaler Weltjugendtagstag? Nach Katechese und Hl. Messe warteten wir in der Stadt auf die Ankunft des Papstes. Er ermahnte uns: "Sprecht mutig von eurem Glauben...!" - Immer neu erfahren wir die großartige Gastfreundschaft der Australier.

Sydney, 17.07.2008 (KPI): Eigentlich war heute ein ganz normaler Weltjugendtagstag. Er begann morgens mit einer Katechese und Heiliger Messe - wobei unsere Pilgergruppe auf drei verschiedene Gemeinden aufgeteilt ist. Anschließend sind wir alle in die Stadt gefahren, um auf die Ankunft des Papstes zu warten. Diejenigen von uns, die wie ich an der Oper ihren Platz hatten, sahen ihn nur von weitem im Boot vorüberfahren, hatten aber das Glück, ihn noch einmal - und dann etwas näher - zu sehen, als er auf dem Rückweg im Papamobil an uns vorbeifuhr. Allerdings wurde es uns beim Warten dann schon etwas kalt, und wir hoffen sehr, dass es am Samstag Abend und in der folgenden Nacht nicht so kühl wird. Angeblich soll es die wärmste Nacht in dieser Zeit werden... - hoffen wir's!

Gerade (22 Uhr Ortszeit) stehe ich am Hafen, mit Blick auf die Oper und die Harbour Bridge. Diese ist eigens für den Weltjugendtag (WJT) mit einer Lichtinstallation versehen, die zeitweise das Bild des Papstes zeigt.


Benedikt XVI. hielt nach seiner Bootsfahrt einen Wortgottesdienst in Barangaroo auf dem Gelände, wo vorgestern auch der WJT eröffnet worden war. In seiner Predigt wandte er sich auf Deutsch an die Pilgerinnen und Pilger und rief sie auf: "Sprecht mutig von eurem Glauben - auch wenn ihr zuweilen auf Widerspruch stoßt und das Kreuz der Ablehnung erfahrt!"

Erwähnenswert ist immer wieder die überwältigende Gastfreundschaft der Australier, die wir erfahren. Man merkt, dass sie sich wirklich darüber freuen, dass wir da sind! Gerade in den Gastfamilien und -gemeinden kümmert man sich sehr um uns. Als ich zum Beispiel gestern Abend am Bahnhof ankam und zu Fuß in mein Quartier gehen wollte, stand da die Quartierkoordinatorin der Gemeinde, in der ich untergebracht bin, sammelte alle Pilger ein, die gerade angekommen waren, und fuhr sie zu ihren Gasteltern! So lassen uns die Australier erfahren, dass es für sie etwas sehr Besonderes ist, dass so viele Leute gekommen sind. Sie nehmen uns wirklich herzlich auf!

Für morgen (Freitag) steht wieder am Vormittag mit Katechese und Heiliger Messe das übliche Programm auf dem Plan. Nachmittags findet dann ein Kreuzweg statt, bei dem die Stationen an verschiedenen Orten in der Stadt nachgespielt werden. Die WJT-Pilger verteilen sich auf diese Orte und erleben so live oder per Video-Einspielung den gesamten Kreuzweg und bleiben doch immer am selben Ort.

Holger Rehländer, Bistumsjugendreferent,
zur Zeit in Sydney


link


RSS-Feed | Newsletter | Sitemap | Impressum | Datenschutz