Ziel erreicht: Am Ende der Welt angekommen...


Endlich ist es soweit. Wir haben das Ziel unserer Reise erreicht: Heute wurde offiziell der 23. Weltjugendtag eröffnet. Aus diesem Anlass fand ein feierlicher Gottesdienst auf dem Hafengelände von Sydney statt.

Sydney, 15.07.2008 (KPI): Endlich ist es soweit. Wir haben das Ziel unserer Reise erreicht: Heute wurde offiziell der 23. Weltjugendtag eröffnet. Aus diesem Anlass fand ein feierlicher Gottesdienst auf dem Hafengelände von Sydney statt. Ca. 140.000 meist jugendliche Pilger kamen dort aus vielen Ländern der Erde zusammen und feierten gemeinsam einen stimmungsvollen Gottesdienst vor der faszinierenden Kulisse Sydneys.

Erzbischof Stanislaw Rylko, Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien, rief in einem kurzen Grußwort am Ende des Gottesdienstes den Jugendlichen zu: „Ihr seid der Frühling der Kirche, ihr bringt den Frühling in den Australischen Winter!“

Diesen Frühling konnte man schon im Laufe des Tages erleben. Die drei Dresden-Meißener Gruppen haben nach einem Frühstück in ihren Quartieren ausgiebige Ausflüge in Sydneys Innenstadt gemacht und sich ins Pilger-Getümmel gestürzt, das mittlerweile die gesamte Stadt erreicht hat. Dieses Getümmel bringt nun auch die ersten Schwierigkeiten mit sich: Die Bahnen sind überfüllt, zum Teil müssen Stationen wegen Überfüllung geschlossen werden, und auf den Einlass in das Festgelände „Barangaroo“ am Hafen musste man zeitweise eine Stunde lang warten. Dennoch tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Schließlich kann man auch beim Anstehen singen, tanzen und vor allem mit den Nachbarn ins Gespräch kommen.




Außerdem hat mittlerweile das Tauschgeschäft begonnen. Die auffälligen deutschen Pilgerhüte werden gegen französische Mützen ausgetauscht, Landes-Anstecker, Fahnen, Armbänder, selbst Rosenkränze sind international begehrte Tauschobjekte. So wird es immer schwerer, die einzelnen Nationen- oder Bistumsgruppen voneinander zu unterscheiden - und gleichzeitig werden die Pilger immer mehr zu einer gemeinsamen internationalen Gruppe. Dass diese Gruppe ausgerechnet nach Australien gekommen ist, konnte Erzbischof George Kardinal Pell von Sydney sogar mit Jesus selbst begründen: „Manche von euch hatten das Gefühl, nach einer langen Reise am Ende der Welt angekommen zu sein! Wenn das euch so ging, dann ist das gut so. Denn Jesus selbst hat uns aufgetragen, das Evangelium bis ans Ende der Welt zu tragen.“

Dieses gemeinsame Feiern und Beten wird auch morgen weitergehen. In vielen Kirchen Sydneys gibt es Katechesen, die von extra dazu angereisten Bischöfen in den Sprachen der Pilger gehalten werden. Im Anschluss daran wird dort jeweils gemeinsam Messe gefeiert und anschließend - nicht zum ersten Mal - ein australisches Barbecue veranstaltet. Am Nachmittag und Abend haben die Jugendlichen Zeit, sich die unterschiedlichen Pilger- und Festivalorte in der Innenstadt anzuschauen oder vielleicht auch mal zum Strand zu fahren.

Holger Rehländer
Bistumsjugendreferent, derzeit in Sydney


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