Stimmen zum Propstei-Neubau

Bischof Reinelt, Propst Vierhock, Juryvorsitzender Giese

Freut sich über den Sieger-Entwurf: Bischof Joachim Reinelt.

Bischof Joachim Reinelt, Bischof von Dresden-Meißen:


"Ich bin sehr zufrieden mit dem Siegerentwurf. Ich habe mir dabei immer wieder die Frage gestellt, ist es eine Entscheidung, die von möglichst vielen in Deutschland begrüßt wird. Denn man wird nach Leipzig schauen und die Frage haben, ist dieses Projekt wirklich wegweisend, mutig, wird hier eine offene Kirche gezeigt. Oder gibt es eine Tendenz, sich nach außen abzuschließen: ein Aspekt, der zur Kirche des neuen Jahrhunderts nicht passt. 

Kirchenräume sind in ihrem Inneren häufig entweder zu laut oder total abgeriegelt. Dieser Entwurf hat etwas Befreiendes. Er ist offen und gleichzeitig fähig, geschlossene Räume und Geborgenheit zu bieten. Die Menschen brauchen Räume der Stille. Das Gewinnermodell wirkt durch seine Bescheidenheit. Und ich freue mich über das gewählte Material des Baus, den Rochlitzer Porphyr, einen Stein aus der Region. Er wird das Gebäude verlebendigen.

Außerdem sind wir mit der Bundesstiftung Umwelt im Gespräch. Unser Ziel könnte sein, die erste Kirche in Deutschland zu schaffen, die komplett umweltneutral ist.

Die Bischofskonferenz hat bei diesem Neubau von Anfang an eindeutig hinter mir gestanden. Und auch das Ergebnis der bundesweiten Kollekte von etwa zwei Millionen Euro in den Zeiten einer Wirtschaftskrise zeigt, dass die Menschen in Deutschland dieses Projekt unterstützen. Allerdings werden wir auf ihre Hilfe auch weiterhin angewiesen sein. Wir werden die Deutschen daher nicht in Ruhe lassen und weiter um Unterstützung und Spenden werben.

Die Jurysitzung war sehr aufregend. Denn es gab viel Interessantes, das hätte gebaut werden können. Aber ich bin begeistert von der Überraschung, dass die Sieger dieses Wettbewerbs mit anonymisierten Teilnehmern nun Leipziger sind. Das hat bei der Entscheidung niemand gewusst und ich gratuliere von Herzen den Gewinnern, die den Zuschlag zum Bau bekommen werden."








Propst Lothar Vierhock schätzt die gelungene Umsetzung der Wettbewerbs-Vorgaben.

Propst Lothar Vierhock, Propsteipfarrei Leipzig:

"Unsere Gemeinde ist mit dem Entwurf mehr als glücklich. Es ist bei diesem Vorschlag gelungen, nahezu gegensätzliche Vorgaben miteinander zu verbinden. So war ein Wunsch, eine Offenheit gegenüber der Stadt auszustrahlen. Gleichzeitig soll die neue Propstei aber auch eine Oase der Ruhe gegenüber der Geschäftigkeit der Stadt bieten. Und es wurde auf den Aspekt der Nachhaltigkeit und der Ökologie besonders geachtet. Ich freue mich sehr auf diese neue Kirche."









Jury-Vorsitzender Dr. Giese: "Ein eleganter Entwurf."

Juryvorsitzender Dr.-Ing. Heiner Giese, Diözesanbaumeister im Bistum Rottenburg-Stuttgart:

"Mit einem dreieckigen Grundstück in unmittelbarer Nähe des Neuen Rathauses in Leipzig waren hohe Anforderungen an die Architekten gestellt. Dabei ist eine hervorragende Integration in die Architektur der Stadt gelungen. Der Kirchplatz wird öffentlicher Raum sein. Es ist ein sehr eleganter, fast distinguierter Entwurf. Es ist dabei keine aufgeregte Architektur, die den schnellen Effekt sucht, sondern sie kommt diszipliniert, zurückhaltend und leise daher."








Die Brüder Schulz aus Leipzig, Sieger des internationalen Architekturwettbewerbs, präsentieren ihren Entwurf.

Die Brüder Benedikt (links) und Ansgar (rechts) Schulz aus Leipzig, Sieger des internationalen Architekturwettbewerbs, präsentieren ihren Entwurf.




Michael Baudisch


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