Bischöflicher Hilfsfonds für werdende Mütter in Not verteilte 2011 rund 54.000 Euro

Frauen mit Migrationshintergrund besonders betroffen

Dresden, 22.01.11: Der Bischöfliche Hilfsfond für werdende Mütter in Not- und Konfliktsituationen hat im Jahr 2011 rund 54.000 Euro an Bedürftige vergeben. Bei den Betroffenen handelt es sich meist um Frauen, die aufgrund persönlicher Schicksalsschläge, unvorhergesehener Ereignisse oder auch auf Grund bestehender Gesetze in eine Notlage geraten sind, die in keinem deutschen Hilfesystem vorgesehen beziehungsweise durch dieses nicht abgedeckt ist. Der im Jahr 1991 im Bistum Dresden-Meißen errichtete Hilfsfond wird vom Caritasverband für das Bistum verwaltet. Die finanzielle Unterstützung wird im Rahmen der Beratungstätigkeit in den Schwangerschaftsberatungsstellen der Caritas beantragt.

Besonders betroffen seien Mütter in Not mit einem Migrationshintergrund, erläutert Andrea Fiedler, bei der Caritas zuständig für Soziale Sicherung und Integration. Fast die Hälfte der Menschen, die finanzielle Unterstützung  bekommen, seien Ausländer. „Der Bischöfliche Hilfsfond ist für viele betroffene Frauen manchmal wirklich der letzte Rettungsanker, um wenigstens für die Grundausstattung ihres Kindes zu sorgen“, sagt Andrea Fiedler.

Insgesamt 119 Frauen in Sachsen konnte die Caritas im Jahr 2011 somit helfen. 61 davon erwarteten ihr erstes Kind. Insgesamt 40 der unterstützten Frauen leben mit ihren Kindern allein, 26 waren Auszubildende oder Studenten. Die meisten Anträge kommen aus den Ballungsgebieten, also in den Bereichen des Caritasverbandes Dresden und des Caritasverbandes Leipzig. „In den Großstädten funktionieren die sozialen Netzwerke nicht so gut, Menschen sind isolierter. Somit fehlen Tauschringe für Babysachen, Ausstattung oder Umstandsmode. Oft sind Eltern und andere Verwandte weit weg“, sagt Andrea Fiedler.

Die Beihilfen werden sehr häufig für Kinderbetten und Babyerstausstattung, aber auch für kostenintensive Sondernahrung, Lebenshaltungskosten, um Notlagen zu überbrücken, Zuschüsse für Entbindungskosten oder ärztliche Untersuchungen, Mietkautionen, Umzugskosten oder Renovierungen größerer Wohnungen gewährt. Der Bischofsfonds sei ein wichtiger Baustein im Mosaik der Hilfen und Unterstützungsleistungen, die Menschen in der Caritas-Schwangerschaftsberatung erhalten, so Andrea Fiedler. Im Vordergrund stehe jedoch die dauerhafte Existenzsicherung über zustehende staatliche Leistungen beziehungsweise über Sicherung des Einkommens.

as



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