Sprayer sprühen gegen die Armut

Caritas-Aktion am 15. Dezember in Dresden

Caritas

Dresden, 11.12.2012: Mit einer Graffiti-Aktion vor der Dresdner Altmarktgalerie (Ausgang Dr.-Külz-Straße) will die Caritas im Bistum Dresden-Meißen am Samstag, 15. Dezember, ab 10 Uhr, auf den Zusammenhang von Armut und Krankheit aufmerksam machen. Die Aktion ist Teil der diesjährigen Jahreskampagne „Armut macht krank“ des Deutschen Caritasverbandes. Die beiden sächsischen Street-Art-Künstler Filip Walter (Leipzig) und Benjmanin Zschoche (Radebeul) entwerfen vor den Augen der Passanten ein Bildnis in Spray- und Stenciltechnik, welches das Jahresthema der Caritas aufnimmt und zum Nachdenken anregen will. „In der Adventszeit eine durchaus provozierende Aktion“, so Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich. „Aber gerade in Zeiten der Besinnung sollten wir fragen, wie wir Solidarität in der Gesellschaft verwirklichen und dafür sorgen, dass auch Not leidende Menschen ein würdiges Leben führen können: zum Beispiel durch eine angemessene gesundheitliche Versorgung.“ Die positive Botschaft sei: Jeder verdient Gesundheit, auch wenn er arm, alt oder schwach ist. „Wir begrüßen daher auch den Schritt der Bundesregierung, die Praxisgebühr ab Januar 2013 abzuschaffen. Das war eine große Hürde für Menschen, die wenig Geld in der Tasche haben, aber unbedingt einen Arzt brauchen“, so Mitzscherlich.

Ohne Solidariät kein gesellschaftlicher Zusammenhalt

Das Jahresthema gehört zu der dreijährigen Initiative „Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt“, die die deutsche Caritas bereits im letzten Jahr ins Leben gerufen hat. Sie möchte allen, die ihr solidarisches Bewusstsein vertiefen und konkret leben wollen, Angebote machen und Rückenstärkung bieten. Gemeinsam sollen Schritte zu einer solidarischen Gesellschaft gegangen werden. Solidarität lässt sich auf allen Ebenen des menschlichen Lebens verwirklichen: zwischen einzelnen Personen, in der Familie ebenso wie auf der Ebene von Gruppen und Institutionen und in politischen Handlungsfeldern. „Ohne Solidarität gibt es keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das müssen wir uns immer wieder klar machen“, sagt Matthias Mitzscherlich.

Der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen ist Dachverband für etwa 200 Einrichtungen, Fachverbände und Vereinigungen innerhalb der katholischen Kirche, die sich eigenverantwortlich sozialer Arbeit widmen. Die Caritas und ihre Gliederungen beschäftigen in Sachsen und Ostthüringen rund 6000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Andreas Schuppert



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