Damit Europa weiter zusammenwächst

Das Projekt „Et Labora – Rehabilitation behinderter Menschen in der Euroregion Neiße“ wurde eröffnet

Foto: SLK

Nach dem Pflanzen der Nadelbäume: Äbtissin Philippa Kraft, Bundestagsabgeordneter Reiner Deutschmann, Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk, Landrat Józef Sudol, Bundestagsabgeordnete Maria Michalk, Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich und Dezernentin Birgit Hoffmann (von links nach rechts). Foto: SLK

Panschwitz-Kuckau, 10.12.2012: Ende Oktober 2012 genehmigte die Sächsische Aufbaubank im Rahmen des Operationellen Programmes der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen-Polen 2007-2013 das Projekt „Et Labora – Rehabilitation behinderter Menschen in der Euroregion Neiße“. Es läuft bis zum 30. Juni 2014. Lead-Partner ist der Landkreis Zlotoryja in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien mit der Anstalt für berufliche Aktivität in Swierzawa. Projektpartner auf sächsischer Seite sind das Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau mit seiner Werkstatt für behinderte Menschen „St. Michael“ und das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK). Das EU-Informationsbüro Europe Direct Ostsachsen beim Christlich-Sozialen Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB) unterstützte die Projektpartner insbesondere in der Phase der Projektentwicklung bei der Beratung zu EU-Förderprogrammen und bei der Vermittlung von Kontakten.

Am Donnerstag, 6. Dezember, erfolgte im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau die offizielle Eröffnung des Projektes. Der Tag begann mit einem feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche mit Pfarrer Dr. Hans Joachim Kupka und den Schwestern des Konvents. Danach führte der Weg die polnischen und sächsischen Gäste und Teilnehmer zum Heizhaus des Klosters. Durch die Schaffung des Holzlagerplatzes für die Hackschnitzelheizung entstand ein Erdwall. Lange wurde überlegt, wie man diesen sinnvoll nutzen kann. Eine Weihnachtsbaumplantage soll entstehen. Die Äbtissin des Klosters St. Marienstern, Philippa Kraft, der Landrat des Landkreis Zlotoryja, Józef Sudol, die Bundestagsabgeordneten Maria Michalk und Reiner Deutschmann und weitere Ehrengäste brachten die ersten zehn Bäumchen in die Erde.

Die Bepflanzung des Erdwalls ist ein Teil des Projektes „Et Labora“, dass den Gästen und Teilnehmern der Eröffnungsveranstaltung anschließend im Roten Saal des Klosters vorgestellt wurde. In ihren einleitenden Worten sagte Äbtissin Philippa Kraft, dass mit dem Projekt ein Beitrag dazu geleistet werden soll, dass Europa weiter zusammenwächst. SLK- und CSB-Geschäftsführer Peter Neunert betonte, dass die Kreativität und Ideen vieler benötigt werden. Thaddäus Ziesch stellte die Inhalte des Projektes vor. Dass das Projekt Zustimmung erfährt und sich die Projektpartner der Unterstützung sicher sein können, wurde in den Grußworten von Landrat Józef Sudol, Bundestagsabgeordnetem Reiner Deutschmann, Landtagsabgeordnetem Aloysius Mikwauschk, Diözesan-Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich vom Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e.V. und Dezernentin Birgit Hoffmann vom Landratsamt Bautzen deutlich. Sie wünschten dem Projekt einen guten Verlauf.

In grenzübergreifender Kooperation verfolgt das Projekt „Et Labora – Rehabilitation behinderter Menschen in der Euroregion Neiße“ unter anderem die Ziele Erweiterung und Modernisierung der Anstalt für berufliche Aktivität Swierzawa und der Werkstatt für behinderte Menschen „St. Michael“ Panschwitz-Kuckau, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für behinderte Menschen und deren Betreuer, Auf- und Ausbau fachlicher Netzwerke und partnerschaftlicher Kontakte zur Förderung der Behindertenarbeit sowie Entwicklung, Herstellung und Vermarktung eigener Produkte und damit verbundene Sicherung der wirtschaftlichen Basis. Maßnahmen der Umsetzung sind beispielsweise Umbauten und Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen, Workshops und Seminare, Sprachkurse, Projektunterricht im Ernährungs- und Kräuterzentrum Kloster St. Marienstern des CSB, Fachtagungen, soziokultureller Austausch zur Förderung der persönlichen und fachlichen Kontakte sowie Öffentlichkeitsarbeit. Die Gesamtsumme des Projektes beläuft sich auf knapp drei Millionen Euro, wobei 85 Prozent EU-Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sind. 

Dirk Raffe



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