Aufruf zur Solidarität mit Christen weltweit

Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen am 26. Dezember 2014

Dresden, 17.12.2014: Am 26. Dezember 2014 gedenken die Katholiken in Deutschland mit dem „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“ besonders der Glaubensgeschwister auf der ganzen Welt, die Opfer von Ausgrenzung und Unterdrückung sind, und rufen zur Solidarität mit ihnen auf. Als Termin wurde von der Deutschen Bischofskonferenz der zweite Weihnachtstag gewählt, da die Kirche an diesem Tag das Fest des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers des Christentums, feiert.

In mehr als 100 Ländern leiden Christen unter Verfolgung, Bedrängung oder Diskriminierung. Besonders dramatisch ist derzeit die Situation der Christen im Irak. Daher wird in den Gottesdiensten dieses Tages die Verbundenheit mit den notleidenden Christen in aller Welt vor allem in den Fürbitten zum Ausdruck gebracht. Dazu stehen ab sofort Fürbitten auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de zur Verfügung.

Zuletzt forderte Papst Franziskus mit Blick auf die Situation der Christen im Irak in einem Brief an den UN-Generalsekretär die internationale Gemeinschaft auf, „die jetzige humanitäre Tragödie zu beenden“. „Die gewaltsamen Angriffe, die über den Nordirak hinweggehen, müssen die Gewissen aller Männer und Frauen guten Willens aufrütteln und sie zu konkreten Taten der Solidarität veranlassen, indem sie die von Gewalt betroffenen oder bedrohten Menschen schützen und die notwendige und dringende Hilfe für die vielen Vertriebenen gewährleisten sowie deren sichere Rückkehr in ihre Städte und ihr Zuhause“, so Papst Franziskus.

Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz stellt für die Aktion in den Pfarrgemeinden Fürbitten und ein Plakat (DIN A3) zur Verfügung, das vor allem zum Aushang in den Schaukästen bestimmt ist. Außerdem sind Gebetszettel erhältlich, auf denen ein von den deutschen Bischöfen empfohlenes Gebet für die unter Bedrängung lebenden Mitchristen steht. Die Gebetszettel sind zur Einlage in das Gesang- und Gebetbuch geeignet. Mit den Fürbitten, dem Gebetszettel und dem Plakat möchte die Deutsche Bischofskonferenz ein sichtbares Zeichen der Solidarität setzen.

 

Hintergrund
Der Gebetstag am 26. Dezember ist Teil der 2003 gegründeten Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, mit der die deutschen Bischöfe in den Kirchengemeinden, aber auch in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit verstärkt auf die Diskriminierung und Drangsalierung von Christen in verschiedenen Teilen der Welt aufmerksam machen wollen. Dies geschieht durch ein jährlich herausgegebenes Informationsheft, Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Deutschland, Besuche von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen, ein Fürbittenformular sowie die Bereitstellung von vierteljährlich wechselnden Gebetsmeinungen. Themenschwerpunkt in diesem Jahr ist die Lage im Irak. Darüber hinaus hat die Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland 2013 erstmalig den „Ökumenischen Bericht zur Lage der Religionsfreiheit von Christen weltweit“ vorgelegt, der als wissenschaftliche Studie die Situation von Christen in unterschiedlichen Teilen der Welt beleuchtet.

www.dbk.de



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