Hauptgewinn: Fußball mit den Unterschriften der Weltmeister

Bischof Dr. Koch überreichte den Ball an elfjährigen Dresdner

Übergabe des missio-Fußballs an Jeremias Elephant
Bischof Dr. Heiner Koch (l.) überreichte den Fußball mit den Unterschriften der Weltmeister-Mannschaft 2014 heute an Jeremias Elephant - im Beisein von Ulrich Clausen, dem Dresdner missio-Diözesanreferenten.

Dresden, 22.12.2014 (KPI): Viele Fußballfans werden ihn um diesen Ball beneiden, den der elfjährige Jeremias Elephant heute Mittag von Bischof Dr. Heiner Koch überreicht bekam. Der Fußball trägt nämlich die Unterschriften der Weltmeister-Mannschaft 2014. Jeremias ist der glückliche Gewinner – seine Adresse wurde aus den mehr als 4.000 Teilnehmerkarten von Fußballbegeisterten gezogen, die während der Weltmeisterschaft bei der "Fanmeile der Menschenrechte" mitgemacht haben.

Bischof Koch und Jeremias E.
Zwei Fußballbegeisterte: Bischof Dr. Heiner Koch und Jeremias Elephant begutachten die Unterschriften auf dem Fußball. "Toll, dass dieser Ball nach Sachsen, nach Dresden gekommen ist", freut sich der Bischof.

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen hatte zur Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer die Aktion "Fanmeile der Menschenrechte" gestartet, die bis zum 9. Juli dauerte: Rote Solidaritätsbänder der missio-"Aktion Lebenszeichen" für die pakistanische Christin Asia Bibi sollten öffentlich während den Fußball-Übertragungen aus Brasilien getragen werden – zum Beispiel beim Public Viewing, beim Fernsehen mit der Familie, Bekannten und Freunden oder anderen Anlässen. Dadurch entstand eine Art dezentrale „Fanmeile der Menschenrechte“.
Knapp 4.300 Menschen machten mit und trugen solche Bänder. Unter diesen Unterstützerinnen und Unterstützern wurde dann der Ball verlost, den die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Mai vor dem Länderspiel gegen Polen unterschrieben hatte – Christoph Kramer hat ihn nach der Weltmeisterschaft persönlich noch in Mönchengladbach signiert. missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer zog dann den Dresdener Jeremias Elephant als Gewinner des Balles, der am 22. Dezember in Dresden von Bischof Dr. Heiner Koch und missio-Diözesanreferent Ulrich Clausen übergeben wurde. Der missio-Ball selbst ist mit dem Fair Trade-Siegel ausgezeichnet und wurde in Pakistan unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt.

Aktion Lebenszeichen – Solidarität mit bedrängten Christen

Die pakistanische Christin Asia Bibi wurde am 19. Juni 2009 verhaftet und im November 2010 zum Tod verurteilt. Asia Bibi wird vorgeworfen, den Propheten Mohammed gelästert zu haben, was nach den sogenannten pakistanischen Blasphemiegesetzen strafbar ist. Dabei sind diese Paragraphen so vage formuliert, dass sie leicht für falsche Anklagen missbraucht werden können, um in Nachbarschaftsstreiten, bei Streitigkeiten am Arbeitsplatz, politisch oder in Geschäftsfragen den Kontrahenten einzuschüchtern. Unter dem Missbrauch dieser Gesetze haben Angehörige aller Religionen in Pakistan gleichermaßen zu leiden. Auch bei Asia Bibi hatte ein solcher Streit am Arbeitsplatz zu der Anklage geführt. missio Aachen setzte sich in diesem Jahr unter anderem mit einer Unterschriftenaktion für Asia Bibi ein. Am 2. Dezember wurden in Berlin dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechte, Christoph Strässer, 18.425 Unterschriften einer Petition überreicht. Diese fordert die Bundesregierung auf, sich für die Freiheit von Asia Bibi einzusetzen.

missio Aachen bietet mit der "Aktion Lebenszeichen – Solidarität mit bedrängten Christen" allen Interessierten die Möglichkeit, mit Aktionsmaterialien und Liturgischen Hilfen Solidaritätsgottesdienste und andere Aktionen spiritueller Solidarität für bedrängte Christen zu organisieren. missio Aachen betreibt auch einen Blog, auf dem Autoren aus aller Welt zum Thema Religionsfreiheit regelmäßig schreiben.

Weitere Informationen: www.missio-hilft.de/de/aktion/lebenszeichen/ und www.bedraengte-christen.de

js / meu



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