Eine Hand voll Erde

Wallfahrt für behinderte Menschen nach Rosenthal

Foto: Rafael Ledschbor / Katolski Posol

Fotos: Rafael Ledschbor / Katolski Posol

Rosenthal, 06.10.2014: Mittwoch, der 17. September war ein schöner, fast noch sommerlicher Tag. Das kleine Dorf Rosenthal wurde von allen Himmelsrichtungen mit vollbesetzten Bussen besucht. Über 700 Menschen mit Behinderung und ihre Betreuer aus den verschiedensten Einrichtungen des Christlichen Sozialwerkes, aber auch aus anderen Häusern des Bistums Dresden-Meißen wollten den Wallfahrtsgottesdienst in der dortigen Kirche miterleben.

In diesem Jahr waren besonders viele Wallfahrer gekommen. Als vor zwei Jahren diese Idee entstand und erstmalig umgesetzt wurde, folgten unserer Einladung etwa 600 Menschen. Dieses Jahr waren es noch mehr. Um die Verbindung zur Wallfahrt von vor zwei Jahren wieder herzustellen, waren alle Einrichtungen aufgefordert, eine Schale mit „Heimat“-Erde und einen Krug Quellwasser mitzubringen.

Am Beginn dieses Tages stand der gemeinsame Gottesdienst mit Altbischof Joachim Reinelt, Pfarrer Gabriel Nawka und Diakon Stefan Klose. Die Sitzplätze in der Kirche waren hochbegehrt. Doch diese reichten bei weitem nicht aus, so dass viele stehen mussten.


Foto: Rafael Ledschbor / Katolski Posol

Mit dem Lied „Eine Hand voll Erde“ begannen wir und während alle sangen, wurden die Schalen mit Erde und die Gefäße mit Wasser aus der Quelle zum Altar gebracht. Erst da sah man, wie viele Einrichtungen dabei waren. Bischof Reinelt sprach in seinen Eingangsworten zu dem Thema und schnell kam es zu einem Dialog zwischen ihm und den Gottesdienstbesuchern. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde diese Erde vermischt, gesegnet, mit Blumensamen bestreut und am Schluss mit Wasser besprüht und wieder ausgeteilt.

Auch die Lesung und die Fürbitten wurden von Bewohnern und Mitarbeitern des Wohnheimes Don Bosco Torgau gelesen, welche diese Stunde vorbereitet hatten. Als Ruhepunkt konnten alle Teilnehmer einen meditativen Tanz von Bewohnern aus Torgau sehen. Nach dem Segen des Bischofs und dem Schlusslied wurde als Zeichen der Wallfahrt an den Ausgängen für jeden ein Stück Brot verteilt.

Foto: Rafael Ledschbor / Katolski Posol


Nach dem Gottesdienst ging es weiter nach Schmeckwitz ins Wohnheim Sankt Johannes. Dort erwarteten uns schon Grillwürstchen und Kartoffelsalat, welche alle dankbar entgegenahmen. Schließlich hatten einige Wallfahrer schon einen längeren Weg hinter sich.

Nach der Mittagspause gab es verschiedene kreative Angebote, die von den Wallfahrern gern angenommen.  Wer wollte, konnte sich auch mit dem Bischof unterhalten, denn zu unserer Freude hatte er noch etwas Zeit mitgebracht.

In der Sonne sitzend gab es später auch Kaffee und Kuchen und als Abschluss wurde das „Musikduo Beate und Reinhard“ mit ihrem Programm erwartet. Zu ihren Liedern wurde kräftig geklatscht und gesungen und die „Bühne“  wurde bald zu klein.

Foto: Rafael Ledschbor / Katolski Posol

Doch auch ein schöner, sonniger und erlebnisreicher Wallfahrtstag hat mal ein Ende. Nach und nach verabschiedeten sich die Einrichtungen und fuhren in ihren Bussen zurück. Viele werden immer wieder an diesen Tag denken, spätestens dann, wenn sie diesen Artikel lesen. Wir möchten allen danken, die diesen Tag  vorbereitet und erlebbar gemacht haben.

Beate Reuß



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