Bischof Heinrich zu Besuch in den Verantwortungsgemeinschaften

Weite Wege, intensiver Austausch, lebendige Begegnungen

Bischof Heinrich bei einer Begegnung in der Verantwortungsgemeinschaft Annaberg und Marienberg.

Bischof Heinrich bei einer Begegnung in der Verantwortungsgemeinschaft Annaberg-Buchholz und Marienberg.

Dresden, 15.12.2016: Bis Sommer kommenden Jahres unternimmt Bischof Heinrich einen ganz persönlichen Erkundungsprozess, in dem er alle Verantwortungsgemeinschaften des Bistums besuchen wird. Die ersten Besuche, Begegnungen und Gespräch fanden nun zwischen dem 24. November und dem 14. Dezember statt.

Auftakt zur Besuchsreise in Leipzig

Erste Station war die Verantwortungsgemeinschaft (VG) Leipzig–Zentrum. Neben einem Gespräch mit dem pastoralen Team, Vertreterinnen und Vertretern des Pfarrgemeinderats und der Steuerungsgruppe sowie einer offenen Begegnung mit Mitgliedern der Propsteigemeinde, besuchte der Bischof zwei kirchliche Orte. So nahm er am Mittagstisch in der „Leipziger Oase“ - einer Begegnungsstätte für Wohnungslose Menschen - teil und führte ein längeres Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Dabei wurde deutlich, wie viele Menschen mit Kirche in Berührung kommen, die sonst wenig oder keinen Bezug zum kirchlichen Leben haben.

Der Bischof im Gespräch mit Priestern, Pastoralen Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern der Verantwortungsgemeinschaft im Erzgebirge.

Der Bischof im Gespräch mit Priestern, Pastoralen Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern der Verantwortungsgemeinschaft im Erzgebirge.

Während in Leipzig alle Orte gut zu Fuß zu erreichen waren, stellte der Besuch in der VG Annaberg–Buchholz und Marienberg am 26. November einen deutlichen Kontrast dazu dar. Fast 150 Kilometer war der BDer Bischof im Gespräch mit Priestern, Pastoralen Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern der Verantwortungsgemeinschaft im Erzgebirge.ischof allein in dieser Verantwortungsgemeinschaft mit dem Auto unterwegs, um wenigstens einen Großteil der dortigen Gottesdienstorte zu besuchen. Bischof Heinrich zeigte sich beeindruckt, wie die Gläubigen auch unter diesen schwierigen Verhältnissen - teils in sehr kleinen Gruppen - ihren Glauben leben und bezeugen.

Weite Wege auch im Saale-Holzlandkreis

Weite Strecken legte der Bischof auch im Saale–Holzlandkreis am 3. Dezember zwischen Kahla, Stadtroda, Eisenberg und Hermsdorf zurück. Hier konnte der Bischof erfahren, wie das Zusammenwirken der Gemeinden in der Fläche und im städtischen Gera gut gelingen kann.

Bei der Feier der Heiligen Messe in der thüringer Pfarrei St. Elisabeth in Gera.

Bei der Feier der Heiligen Messe in der Pfarrei St. Elisabeth in Gera.

Bei seinem Besuch in der VG Chemnitz, Frankenberg und Zschopau am 7. Dezember konnte Bischof Heinrich einen lebendigen und innovativen Austausch mit dem pastoralen Team über die Herausforderung der Evangelisation in der gegenwärtigen Situation erleben. Das Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Pfarrgemeinderäte und der kirchlichen Orte war geprägt von den Herausforderungen und Chancen der möglichen Bildung einer Chemnitzer Pfarrei.

Im Gespräch mit Gemeindemitgliedern im Thüringer Teil des Bistums.

Im Gespräch mit Gemeindemitgliedern im Thüringer Teil des Bistums.

Zahlreiche Menschen nahmen auch die Möglichkeit wahr, dem Bischof am Abend in offener Runde zu begegnen und die verschiedensten Fragen und Anliegen los zu werden.

Selbstverständlich gelebter Glauben in der sorbischen Region

Am 14. Dezember schließlich war Bischof Heinrich in der großen Verantwortungsgemeinschaft der Sorben zu Gast. Im Sorbischen Pastoralen Raum sind sechs Pfarreien und weitere kirchliche Orte miteinander auf dem Weg, darunter das Don Boscowy Dom als Einrichtung der Kinder- und Jugendseelsorge in Räckelwitz, das am Nachmittag besucht wurde.

Im Gespräch beim Besuch in der sorbischen Region. Foto: Pfarrer Michael Anders Der Tag begann in Radibor mit einer Gebetsandacht. Die Kinder des dortigen Kinderhauses vertieften diesen Moment der Begegnung mit dem Seligen unseres Bistums Alojs Andritzki mit einem sehr schönen Lied und überreichten dem Bischof eine Kerze. Beim Treffen mit den Priestern, beim Besuch der traditionsreichen Kirchen und im Gespräch mit der Steuerungsgruppe wurde deutlich, wie stark der katholische Glaube hier das Alltagsleben im ländlichen Raum prägt. In Verbindung mit der sorbischen Sprache ist er ein wesentlicher Identitätsträger des sorbischen Volkes in dieser Region. Im festlichen Gottesdienst am Abend brachte Bischof Heinrich zum Ausdruck, wie sehr er sich durch diese Begegnungen an den selbstverständlich gelebten Glauben seiner katholischen Heimat erinnert fühlt. Er ermutigte die Mitfeiernden zur persönlichen Glaubensweitergabe und zu einem Zusammenstehen im Glauben angesichts einer sich verändernden Welt, die auch die Kirche neu in Bewegung bringt.

Am 7. Januar setzt Bischof Heinrich seine Erkundungsreisen fort. Dann wird er Verantwortungsgemeinschaften in Dresden, in der Region Coswig-Meißen-Radebeul sowie in Großenhain-Riesa-Wermsdorf besuchen.

Messfeier in der Pfarrkirche in Crostwitz. Foto: Pfarrer Michael Anders

Messfeier in der Pfarrkirche in Crostwitz. Foto: Pfarrer Michael Anders

Text: Christian März / Matthias Mader



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