Böll. Die katholische Provokation.

Vortrag zum 100. Geburtstag des Schriftstellers am 14. Dezember im Kathedralforum Dresden

Heinrich Böll.Dresden, 12.12.2017: Aus Anlass des bevorstehenden 100. Geburtstags des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll betrachten die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen und Weiterdenken - Heinrich Böll Stiftung Sachsen vor biographischem Hintergrund die zentralen Werke Bölls und sein Verhältnis zur Religion. Dazu wird zu dem Vortrag des Lehrstuhlinhabers für Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte an der TU Dresden, Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Schmitz, eingeladen am Donnerstag, den 14. Dezember 2017, 19.00 Uhr im Kathedralforum Dresden (Schloßstr. 24, Eingang Kanzleigässchen, 01067 Dresden).

Heinrich Böll war als Schriftsteller hochverehrt, jedoch durch sein Werk wie durch sein öffentliches Auftreten als Repräsentant eines kirchenkritischen Katholizismus bejubelt und angefeindet zugleich. Seine erfolgreichen Romane und Erzählungen führten vielfach ins katholische Milieu des „heiligen Köln“ und stellten „unheilige“ Aspekte vor. Kritik an einer konfessionell drapierten Restauration verflicht sich allmählich mit der Suche nach einem anderen Deutschland. Damit entstand eine Spannung zwischen der Verleugnung von Schuld und Verantwortung für die Vergangenheit des Dritten Reiches und der Öffnung für die Welt, die erst in der Einsicht eigener Schuld gelingt.



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