Ein wichtiger Ort des Gedenkens

Bischof Heinrich besichtigte einen Dresdner Trümmerberg

Bischof Heinrich Timmerevers mit Karin Engelbrecht



Dresden, 10.04.2018: Eine Besichtigung eigener Art hatte sich Bischof Heinrich gestern, am 9. April, vorgenommen: Er besuchte den Dresdner Trümmerberg in der Dresdner Friedrichstadt. Dort sind in unmittelbarer Stadtzentrumsnähe riesige Mengen von Trümmern der Stadt Dresden nach dem Bombenangriff 1945 aufgetürmt worden und inzwischen bewachsen - ein künstlicher Berg, inmitten Dresdens.

Eine fachkundige Begleitung und Erklärung bekam Bischof Heinrich von Karin Engelbrecht, einer geborenen Dresdnerin, die sowohl den Bombenangriff, die Entstehung dieses Trümmerberges wie auch den Wiederaufbau Dresdens erlebt hat.

Bischof Heinrich: „Dieser Trümmerberg ist ein Ort mit einer ganz eigenen Atmosphäre, die man nicht in Worte fassen kann. Obwohl man von diesem Berg einen großartigen Blick auf die Stadt hat, tritt dieser touristische Aspekt zurück. Es ist vielmehr ein wichtiger Ort des Gedenkens, der Stille einfordert und den Blick ins Innere lenkt. Ich bin froh, dass man es unterlassen hat, auf diesem Trümmerberg ein Denkmal zu errichten. Der Berg ist Denkmal genug, jeder einzelne Stein, der da liegt, ebenso. Mein tiefer Respekt gilt den Menschen, die Dresden nach der Zerstörung voller Mut wieder aufgebaut haben.“

Es gibt in und um Dresden mehr als 20 Orte, an denen Trümmer des Krieges verfüllt wurden. Nicht alle sind mehr als Berg erkennbar.

Foto + Text: Christoph Pötzsch



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