Einschwingen auf die Botschaft des Evangeliums

Bischof Heinrich weihte Glocken der Leipziger Propsteikirche

Fast drei Jahre nach der Kirchweihe konnte Bischof Heinrich die Glocken der Leipziger Propsteikirche weihen. Fotos: Dorothee Wanzek / Tag des Herrn

Fast auf den Tag genau drei Jahre nach der Kirchweihe konnte Bischof Heinrich nun die Glocken der neuen Leipziger Propsteikirche weihen. Fotos: Dorothee Wanzek / Tag des Herrn

Leipzig, 07.05.2018: Das Geläut der Leipziger Propsteikirche St. Trinitatis ist geweiht: im Rahmen einer Andacht hat Bischof Heinrich Timmerevers am vergangenen Sonnabend, 5. Mai, die neuen Glocken mit Weihwasser und Weihrauchduft gesegnet und mit Chrisamöl gesalbt. Bischof Heinrich: „Wir hoffen, dass sie Christus so verkünden, dass der Mensch mitschwingt, dass er sich einschwingt auf die Botschaft des Evangeliums.“

Rund 700 Gemeindemitglieder und Gäste nahmen an der Feier teil und konnten im Anschluss an die Glockenweihe das blumengeschmückte neue Geläut aus nächster Nähe begutachten. Leipzigs Propst Gregor Giele zeigte sich sichtlich erleichtert, „dass wir diese Projekt nun abschließen können.“ Fast drei Jahre nach ihrer Weihe hat die Propsteikirche gegenüber dem Neuen Rathaus damit nun bald ein fünfstimmiges Geläut. Drei Glocken wurden im Dezember 2017 in Innsbruck neu gegossen. Zwei Stück stammen noch aus der inzwischen abgerissenen Propsteikirche am Rosental. Insgesamt 105.000 Euro kostete die Bereitstellung des neuen Geläuts, das nun zügig in den bereits vorhandenen Glockenstuhl der Kirche eingebaut werden soll.

Läuten um "Gnade der Einheit"

In seiner Predigt ging Bischof Heinrich auch auf den Spruch der größten Propsteiglocke ein. Sie ziert ein Zitat des Leipziger Dominikanerpaters Gordian Landwehr (1912-1998): „Wir brauchen die Gnade der Einheit.“ Ein Satz, der die Historie der Leipziger Propstei widerspiegele, aber auch als Bekenntnis zur Ökumene gedeutet werden könne, so Bischof Heinrich.

Ein Röhrenglockenspiel mit Anton Flade trug zur musikalischen Gestaltung der Feier bei. In der Andacht wurde zudem ein Lied des früheren Leipziger Propsteikantors Kurt Grahl gesungen. „Ruft es hinaus übers Land“ so der Titel des Stücks, das Grahl bereits zur Glockenweihe der Leipziger Propsteikirche am Rosental 1982 geschrieben hatte. Die Gottesdienstteilnehmer sollten während der Feier auch notieren, für wen die Glocken insbesondere läuten sollen. Diese Zettel in Glockenform wurden an die alten Glocken geheftet.

Im Anschluss waren alle aufgerufen, ihre Meinung zu äußern, wo das Fragment einer Glocke - die noch aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten ersten Leipziger Propsteikirche stammt - in Zukunft seinen Platz finden soll.

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