Osterlachen auf dem Hochwald

Berggottesdienst am Ostermontag 2018

Berggottesdienst auf dem Hochwald am Ostermontag 2018

Mutig, aber gelungen: Ein erlöstes und erlösendes Lachen unter Anleitung des Pfarrers, in allen Tonlagen und in kräftigem Auf und Ab, erschallte nicht nur am Ende der Osterpredigten in der Bad Schandauer Feier der Osternacht und beim Ostergottesdienst im Altenpflegeheim der Caritas in Rathmannsdorf, sondern auch in einer Höhe von 752 m am Ende eines Berggottesdienstes auf dem Gipfel des Hochwaldes im Zittauer Gebirge. Mit diesem traditionellen Gottesdienst am Ostermontag, zu dem sich bei teils sonnigen 5° C etwa 30 Gottesdienstbesucher eingefunden hatten, wurde die Saison der Berggottesdienste im Zittauer Gebirge und in der Sächsischen Schweiz eröffnet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nicht nur aus der Zittauer Region, sondern auch aus Görlitz und Bautzen. "Die Berggottesdienste in der Region Ost sind über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Glaubenslebens geworden, bekommt man doch durch den Reiz der Orte einen ganz besonderen Bezug zu Gott und der Schöpfung", freut sich Andree Hartel aus Bautzen.

Berggottesdienst auf dem Hochwald am Ostermontag 2018

Das Lachen war übrigens nicht die Antwort auf einen der mehr oder weniger üblichen „Osterwitze“, die einer langen Tradition folgend nach einer schweren und anstrengenden Fastenzeit die Christen wieder zum Lachen bringen sollte, sondern die Antwort auf ein Gedicht des Pfarrers im Hinblick auf das leere Grab am Ostermorgen, welches nun auch hier zur Kenntnis gegeben wird:

Berggottesdienst auf dem Hochwald am Ostermontag 2018DAS LEERE GRAB:
EINE Lehre von der Leere  

      Wenn die Lehre von der Leere
      eine andre Lehre wäre,
      als die, die ich jetzt erkläre,
      wär' es eine leere Lehre.

Wenn allein die Botschaft wär':
Jesus fehlt, das Grab ist leer,
wär' das recht bescheiden.
Das gilt's zu vermeiden.

      EINE LEHRE von der Leere
      lautet, wie ich hier erkläre,
      dass man leer das Grab vorfand,
      weil der Christus auferstand.

Allen Menschen, die das glauben,
kann man nicht die Hoffnung rauben,
dass, was zwar schwer zu verstehen,
sie mit Christus auferstehen.

      Damit hat, wie ich erkläre,
      erst des leeren Grabes Lehre
      einen rechten Sinn
      und das macht, das froh ich bin.

Fröhlich möchte ich bekunden,
was ich da herausgefunden:
Man fällt, schlimm, wenn's anders wäre,
mit dem Tode nicht ins Leere.

      WAS FÜR EINE SCHÖNE LEHRE!
                           
                        Johannes Johne


Fotos: privat



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