Flüchtlinge: wo und wie Kirche hilft

eine Übersicht über Hilfsangebote im Bistum Dresden-Meißen

Stand: 24. April 2016 – ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Unterkunftsstellung

Im Bistum sind aktuell fünf Pfarreien bekannt, die insgesamt 24 Flüchtlinge beherbergen.


Überregionale Hilfsangebote:

Flüchtlingshilfsfonds des Bistums
Das Bistum Dresden-Meißen stellt für das Jahr 2016 weitere 50.000 Euro in seinem Flüchtlingsfonds bereit. Damit hat das Bistum seit 2014 insgesamt 200.000 Euro über diesen Fonds der Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Das Geld wird vom Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e.V. den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Dabei geht es besonders um Ersthilfen für bedürftige Familien, zum Beispiel Haushaltsgegenstände, Bekleidung oder Wohnungsausstattung. Nach Einschätzung der Beraterinnen und Berater in den Dekanatscaritasverbänden gibt es auch zunehmend Kosten für Rechtsanwälte, Dolmetscher, Fahrtkosten für Ehrenamtliche, Deutschkurse und nichtverschreibungspflichtige Medikamente. Darüber hinaus werden die Beratungsstellen von Flüchtlingen kontaktiert, die ihre Familie nachholen wollen, die Flugkosten und Gebühren für Dokumente aber nicht aufbringen können. Für die bevorstehende kalte Jahreszeit würde insbesondere auch warme Kleidung benötigt.
Kinderwagen sammelte das Bistum gemeinsam mit den Maltesern im Frühjahr 2015 für Flüchtlinge.62 gut erhaltene, gebrauchte Kinderwagen kamen auf einen Spendenaufruf des Bistums hin bis März 2015 zusammen. Die Malteser Werke gGmbH organisierten Logistik und Sammlung der Kinderwagen, die gemeinsam mit der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration an Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz-Ebersdorf übergeben wurden.
 
Caritas
Der Diözesancaritasverband bietet Fortbildungen und Informationsmaterial für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen an. Handreichungen der Caritas informieren die Pfarreien über beachtenswerte Rahmenbedingungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen sowie beim Umgang mit „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“.
Der Diözesancaritasverband und die Dekanatscaritasverbände Chemnitz und Ostthüringen sind derzeit in Gesprächen mit Kommunen zur Unterbringung von Flüchtlingen in eigenen Einrichtungen. Der Dekanatscaritasverband Leipzig bereitet auf Anfrage der Stadt Leipzig die Übernahme einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge vor.
Etwa 25 Sozialarbeiter sind mit kommunaler Finanzierung in der Flüchtlingssozialarbeit in zwei Dekanats-Caritasverbänden (Dresden, Leipzig) eingesetzt. In den anderen Dekanats-Caritasverbänden versuchen die Mitarbeitenden innerhalb der Fachdienste den Flüchtlingen und Asylbewerbern zu helfen.
Internet: www.caritas-dicvdresden.de

Bistumsjugendseelsorge / Landesarbeitsgemeinschaft Katholischer Jugend im Freistaat Sachsen (LAGS)
Jugendliche aus dem gesamten Bistum hatten in der ersten Jahreshälfte 2015 im Rahmen der jährlichen Spendenaktion „Jugendfastenopfer“ für Projekte gesammelt, die Sprachkurse für Flüchtlinge und Asylsuchende anbieten. 1.500 Euro wurden dem Caritas-Beratungsdienst Pirna zur Verfügung gestellt, über den der Betrag für Projekte im Landkreis Sächsische Schweiz / Osterzgebirge Verwendung findet. Eine weitere Spende wird am Jahresende an den Verein Willkommen in Bautzen e.V. übergeben.

Malteser
In der Region des Bistums Dresden-Meißen stellen die Malteser die Unterkunft der Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtungen Chemnitz, Schneeberg und Leipzig.


 
Aus den Regionen:

REGION BAUTZEN

Klarissenkloster Bautzen
Spende von Bettwäsche, Handtüchern, Geschirr, 2 Kühlschränken, 2 Nähmaschinen, 2 Fahrrädern. Flüchtlinge aufzunehmen wird hier eher schwierig, da die wenigen Gästezimmer in der Pastoralarbeit des Klosters benötigt werden.
 
Bautzen – Dompfarrei St. Petri
Im Einzugsbereich der katholischen Dompfarrei St. Petri in Bautzen gibt es zurzeit drei Unterkünfte für Asylbewerber. Bereits Anfang Januar 2015 wurde in den sonntäglichen Vermeldungen ein Aufruf verlesen, sich für die Menschen in der Unterkunft "Spreehotel" für Spiel - und Lesenachmittage zur Verfügung zu stellen. Daraus ist inzwischen eine Gruppe von 17 Personen entstanden, die sich wöchentlich abwechseln und jeden Montag bzw. Mittwoch/Donnerstag Hausaufgabenhilfe und Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.
Nach den Vermeldungen mit der Bitte um Spenden hat sich eine breite Hilfsaktion gebildet. Viele Einzelspenden sind zur Flüchtlingsunterkunft "Greenpark Flinzstrasse" gebracht worden. Die Kolpingfamilie hat eine Sammelaktion gestartet und mit zwei Autotouren die gesammelten Dinge zur Unterkunft gefahren.
Jeden Mittwoch bzw. Freitag ist ein Gemeindeglied im Spreehotel und Greenpark zum Sticken, Stricken, Häkeln und textilen Gestalten. Freitags wird im Greenpark fleißig auf Instrumenten geübt, was von einem Gemeindemitglied organisiert und durchgeführt wird.
Im Caritasbegegnungszentrum Gesundbrunnen in der W.- Ostwald - Straße kann man jeden Freitag bei Kaffee und Kuchen mit Asylbewerbern ins Gespräch kommen, wobei diese auch durch unterhaltsame Spiele Deutsch lernen können.
Zweimal im Monat findet die „Küche international“ im Wohnheim des Caritas-Schulzentrums auf der Dr.-Maria-Grollmuß-Straße statt. Menschen aus aller Welt kochen miteinander. Dies geschieht unter Federführung der Caritas, wobei die Gemeinde der Dompfarrei Partner ist.
Vor Ostern wurden in den Asylunterkünften im Spreehotel und auf der Flinzstraße auch schon sorbische Ostereier verziert. Für die Curieschule, eine Grundschule in Bautzen, die Kinder von Asylbewerbern aufnehmen kann, hat die katholische Gemeinde sogenannte "Starterpakete" für Schulneulinge gestiftet. Weiter engagieren sich Gemeindeglieder in der Notunterkunft Dresdener Straße, indem sie den Schulkindern Hilfestellung geben bei Hausaufgaben und sie für den Schulalltag befähigen.
Einige Patenschaften sind bereits entstanden. Es werden Fahrten zu Gottesdiensten und verschiedenen Ämtern organisiert. Ebenso gibt es Hilfe bei der Suche nach beruflichen Praktika und regulären Arbeitsverhältnissen. Einige Gemeindeglieder haben sich sehr eingesetzt bei der Wohnungssuche und dann bei der Einrichtung der Wohnungen. Begleitung zu Ämtern, Ausfüllen von Anträgen und Formularen sind immer wieder Aufgaben, die gern übernommen werden. Vorbereitung und Durchführung von Sommer- und Kinderfesten, Eingliederung in Fußballklubs und bei anderen Sportmöglichkeiten und vieles mehr sind hier Selbstverständlichkeiten. Zweimal gab es bereits Treffen zwischen Kindern der Gemeinde und Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Außerdem wird enger Kontakt zu anderen Netzwerken wie z.B. dem Bündnis „Bautzen bleibt bunt“ gehalten, in dem viele Aktivitäten koordiniert werden.
Ein Gemeindeglied vertritt die Pfarrgemeinde im Gesprächskreis „Asyl und Sicherheit“. Dieser wurde von dem Landtagsabgeordneten Marko Schiemann ins Leben gerufen, um mit Vertretern verschiedener Institutionen die Sorgen im Umgang mit den Asylsuchenden und Flüchtlingen zu besprechen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Ralbitz – Pfarrei St. Katharina
Flüchtligen wird nach Bedarf geholfen.


REGION CHEMNITZ

Burgstädt und Chemnitz - Don Bosco Jugend-Werk gGmbH Sachsen
Im Rahmen einer stationären Unterbringung werden aktuell (3. März 2016) insgesamt 24 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut, 12 davon in Chemnitz und 12 in Burgstädt.

Chemnitz – Propstei St. Johannes Nepomuk
Im Pfarrhaus der Propsteigemeinde Chemnitz wird angeboten, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. In einem weiteren Schritt wird das Sozialamt die Wohnung in Augenschein nehmen.
In einer weiteren Chemnitzer Pfarrei wird geprüft, ob ab Oktober Unterkunft für Flüchtlinge angeboten werden kann.
In den Pfarr-Vermeldungen wird darauf hingewiesen, wie und wo konkrete Hilfe angeboten werden kann, und für diese Hilfe geworben.

Chemnitz - Pfarrei St. Antonius
Die im Chemnitzer Süden gelegene Pfarrei St. Antonius führt seit Herbst 2015 Begegnungsnachmittage für und mit Flüchtlingen durch. Solange im Pfarrgebiet Asylbewerber in einer Turnhalle untergebracht waren, wurden dazu gemeinsam mit den evangelischen Gemeinden auf dem Pfarrgebiet Begegnungsnachmittage im Gemeindesaal angeboten, zu denen die Flüchtlinge abgeholt wurden. Bis zu 80 Gäste nahmen das Angebot dankbar an, tranken Kaffee, nutzten die Kletterwand und den Billardtisch, spielten Tischtennis und Gesellschaftsspiele. Am ersten Weihnachts-Feiertag kochten Flüchtlinge in St. Antonius ein für ihre Region typisches Abendessen, das an einem Begegnungsabend nach der jährlichen Waldweihnacht mit Gemeindemitgliedern gemeinsam gegessen wurde. Aus diesen Begegnungsnachmittagen erwuchs auch die Beziehung zu einer iranischen Frau - die seither auf ihrem Weg, Katholikin zu werden - begleitet wird. Da die Massenunterkunft in der Turnhalle inzwischen geschlossen wurde, werden die gemeinsam mit den evangelischen Süd-Gemeinden und dem Verein „Flüchtlingshilfe Einsiedel“ organisierten Begegnungsnachmittage jetzt in der Flüchtlingsunterkunft in Einsiedel angeboten. Sobald eine weitere, geplante Flüchtlingsunterkunft im Pfarreigebiet eröffnet wird, soll es auch dort Angebote für diese Menschen geben. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang die sehr gute ökumenische Zusammenarbeit in gemeinsamer Planung und Durchführung der „Christlichen Flüchtlingshilfe Chemnitz-Süd“.
Für weitere aktuelle Informationen zur Flüchtlingshilfe in Chemnitz St. Antonius - hier klicken...

Chemnitz - Pfarrei St. Joseph
Intensives Engagement für eine afghanische Familie im Pfarrhaus der Gemeinde. Viele Gläubige haben sich bei der Wohnungsrenovierung für die Flüchtlingsfamilie engagiert und Möbel und Ausstattungsgegenstände gespendet.

Wechselburg – Pfarrei Heilig Kreuz und Benediktinerkloster
Das gut ausgebuchte Jugend- und Familienhaus des Benediktinerklosters kann für Flüchtlinge leider nicht zur Verfügung gestellt werden; allerdings werden die baulichen Möglichkeiten geprüft, eine Wohnung mit separatem Eingang im Bedarfsfall zur Verfügung zu stellen.
Die Pfarrei Wechselburg ist auf unterschiedliche Weise in der Flüchtlingshilfe engagiert:
Gemeinsam mit zwei engagierten Helferinnen bietet der Prior des Klosters Wechselburg seit April/Mai 2016 regelmäßigen Deutschunterricht für eine Gruppe Asylsuchender in Wechselburg an.
In Rochlitz, wo seit einigen Monaten (Stand 2015) ca. 50 Asylbewerber leben, beteiligen sich Gemeindemitglieder im örtlichen Integrationsrat. Es gab schon mehrere Begegnungen zwischen Rochlitzer Asylbewerbern und der Pfarrgemeinde (Einladungen in den Frauenkreis und zum Pfarrfest etc.), die dankbar angenommen wurden, aber auch Sprachbarrieren deutlich machten.
Die katholische Gemeinde in Rochlitz überprüft weitere Hilfsoptionen.
In Burgstädt fand 2015 ein Info-Abend zum Thema in der katholischen Gemeinde statt.
Auch die Gemeinde in Hartmannsdorf bei Chemnitz bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Vertreter der katholischen Gemeinde haben hier zusammen mit der evangelischen Gemeinde bereits zwei Vortragsveranstaltungen durchgeführt.
 

REGION DRESDEN

Caritasverband Dresden / Diözesancaritasverband
Der Caritasverband Dresden ist in der Landeshauptstadt und im Landkreis Osterzgebirge/Sächsische Schweiz engagiert.
In Dresden werden in den Stadtgebieten ca. 700 Asylbewerber/Flüchtlinge betreut. Im Bereich der Flüchtlingshilfe sind hier 2 Regionalkoordinatoren und 5 Sozialbetreuer (mit unterschiedlichen Stellenanteilen) sowie 95 Ehrenamtliche unter dem Dach der Kirche tätig, darunter neben Gemeindemitgliedern auch Dresdnerinnen und Dresdner ohne kirchliche Bindung. Sie übernehmen "Familienpatenschaften", halten also den Kontakt zu einzelnen Familien, um zu sehen, was an Unterstützung nötig ist. Sie besuchen diese Familien, helfen bei Behördengängen, der Vermittlung von Dolmetschern oder Anwälten und ähnlichem.
Im Landkreis sind 11 Flüchtlingssozialarbeiter mit unterschiedlichen Stellenanteilen für 1.201 Personen tätig.
Der Caritasverband Dresden versorgt in zwei eigenen Einrichtungen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Zudem hatte der Caritasverband für Dresden e.V. gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden alle Bürgerinnen und Bürger zu einem internationalen Fußballturnier mit Asylsuchenden eingeladen.
Ein wöchentliches Angebot speziell für die Bewohnerinnen des Flüchtlingszeltlagers auf der Bremer Straße haben Mitarbeiterinnen der Dresdner Geschäftsstelle des Diözesancaritasverbandes ehrenamtlich eingerichtet und bieten wöchentlich ein Treffen an, bei dem als Schwerpunkt eine Förderung der Deutsch-Sprachkenntnisse angeboten wird. Zuletzt nahmen das Angebot 14 Frauen und 7 Kinder wahr.
Katholische Gemeinden in Dresden haben Begegnungen und Kennenlern-Feste für Flüchtlinge ausgerichtet.

Internet: www.caritas-dresden.de
 
Dresdner Jugendmigrationsdienst der Caritas  
Im ersten Halbjahr 2015 hat der Caritas-Jugendmigrationsdienst über 700 Personen beraten. Das sind knapp 200 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Der Caritasverband für Dresden e.V. unterhält den einzigen Jugendmigrationsdienst in der Landeshauptstadt Dresden.
Der Dresdner Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes für Dresden e.V. berät Dresdner Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zwischen 6 und 27 Jahren und deren Eltern insbesondere bei den Themen Schule, Beruf, Ausbildung, Studium, Erziehung, Familie und Gesundheit. Des Weiteren informiert und vermittelt er verschiedene Sprachkurse und Möglichkeiten der Sprachförderung und leistet Hilfe in persönlichen oder familiären Krisensituationen. Darüber hinaus zählen zu seinen Aufgaben die Begleitung zu Ämtern und anderen Fachdiensten sowie Informationsveranstaltungen zu jugendspezifischen Themen wie zum Beispiel Schul- und Ausbildungssysteme, FSJ/FÖJ. Nicht zuletzt sieht sich die Beratungsstelle im Netzwerk der Vereine, Verbände, Initiativen und Institutionen, die sich für eine Willkommenskultur der jungen Migranten und Migrantinnen in Dresden einsetzen.

Caritas und „Leuben ist bunt“ zeigen Fotoausstellung zur Alltagswelt von Flüchtlingen in Dresden
Der Caritasverband für Dresden e.V. und das Netzwerk „Leuben ist bunt“ laden während der 25. Interkulturellen Tage vom 21. September bis 4. Oktober 2015 zur Ausstellung unter dem Motto „Ein Tag wie jeder andere. Ein Mensch wie jeder andere?“ in das Ortsamt Leuben (Hertzstraße 23) ein. Anhand von Fotos wird das Alltagsleben von zehn Asylsuchenden in Dresden gezeigt. Die Ausstellung soll bei kostenfreiem Eintritt dazu beitragen, dass Einheimische und Flüchtlinge einander kennenlernen und besser verstehen lernen.

Dresden - St. Benno-Gymnasium
In der Schule wurden Spenden gesammelt, wie Schulhefte, Bücher, Ranzen, Stifte u.a. Am 17.09.2015 wurden die Spenden zusammen mit dem Kinderschutzbund Flüchtlingskindern überreicht.
Am St. Benno-Gymnasium gibt es außerdem eine Lehrerin, die Persisch sprechen kann. Sie organisiert eine AG mit Schülern und betreut Treffen mit Flüchtlingen, bei denen gespielt und gekocht wird.

Dresden-Cotta – Pfarrei St. Marien
Mitglieder der Pfarrei engagieren sich für die Flüchtlinge der Unterkunft in Podemus. Darüber hinaus gibt es ein intensives Engagement für einen Inder, der als Katholik verfolgt wurde.

Dresden-Johannstadt – Pfarrei Herz-Jesu
Einzelne Gemeindemitglieder kümmern sich je nach Notwendigkeit und Möglichkeit um Flüchtlinge. Darüber hinaus hat sich die Gemeinde an der Sammlung von Schulartikeln für Kinder von Asylsuchenden beteiligt.

Dresden-Neustadt - Pfarrei St. Franziskus Xaverius
Seit Oktober 2015 treffen sich Mitglieder der katholischen Pfarrei St. Franziskus Xaverius, Dresden-Neustadt, mit Flüchtlingen an jedem Sonntag zum Gottesdienst in der Pfarrkirche und anschließendem Mittagessen im Gemeindehaus, an dessen Vorbereitung sich mittlerweile oft auch einige der Flüchtlinge beteiligen. Die Begegnung dient zugleich dazu, die verschiedenen Dienste zu vernetzen: So organisiert die Gemeinde beispielsweise die Begleitung von Flüchtlingen zu Behörden- und anderen Terminen; zudem gibt es mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr einen Sprachkurs.

Dresden-Weißer Hirsch – Pfarrei St. Hubertus
Im Einzugsbereich der Gemeinde ist der Verein "Willkommen im Hochland" tätig, da es in Pappritz ein Asylbewerberheim gibt. Mehrere Pfarreimitglieder sind in diesem Verein engagiert, auch im Vorstand.
Außerdem haben sich die Firmlinge in diesem Jahr dafür entschieden, die Kollekte des Firmgottesdienstes diesem Verein zukommen zu lassen.

Dresden-Zschachwitz - Pfarrrei Hl. Familie
In der Gemeinde gibt es einen 14-tägigen Koch-Treff für Afghanen. Die Gäste kommen in die Gemeinde und können hier landestypisch kochen. Andere Teilnehmer dieser Treffen spielen währenddessen gemeinsam Uno, Schach oder Mensch ärgere-Dich-nicht.

Radebeul – Pfarrei Christus König
Die  Pfarrei Christus König bemüht sich intensiv um eine Gruppe von sieben Asylsuchenden aus Eritrea. Der Arbeitskreis Asyl der Pfarrei engagiert sich dabei ehrenamtlich mit der Organisation und Begleitung von Arztbesuchen, Sprachunterricht, bei juristischen Probleme, der Bereitstellung von Fahrrädern und ähnlichem. Desweiteren setzt sich der Arbeitskreis für Christen ein, die im Asylbewerberheim Radebeul wohnen. Es gab darüber hinaus einen Informationsabend über Eritrea.
Die Gemeinderäume werden auch Gruppen anderer ehrenamtlicher Helfer (Buntes Radebeul, Mitgehertreff, Diakonie) zur Verfügung gestellt.
 
Die kleine Gemeinschaft der Missions-Benediktinerinnen in Dresden informiert:   
"Wir haben als kleine Gemeinschaft der Missions-Benediktinerinnen bislang Folgendes getan:
1.       Finanzielle Unterstützung durch Spenden
2.       Fachlich-informative Hilfe durch Vorträge in Pfarreien (eine Schwester war beruflich in der Flüchtlingsarbeit engagiert und wurde/wird zu Vorträgen in Pfarreien eingeladen)
3.       Geplant ist ein Angebot für Deutschkurse (eine Schwester hat Erfahrungen als Deutschlehrerin)."

Franziskanerinnen von Sießen
Die beiden Franziskanerinnen von Sießen in Dresden unterstützen die hiesigen Bemühungen mit Spenden. Die Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen ist zudem am Stammsitz der Gemeinschaft im Bistum Rottenburg-Stuttgart in der Flüchtlingshilfe aktiv.

Katholische Studentengemeinde (KSG) Dresden
Es gibt ein Team Asyl, dass das Engagement der KSG koordiniert und Interessierte über Initiativen informiert. Einmal im Monat wird ein Abend im Begegnungscafé von Gorbitz International gestaltet. Die KSG hat bereits zwei Fußballturniere mit Mannschaften von Studenten und Geflüchteten organisiert. Eine Fortsetzung ist geplant.
Einzelne KSG-Mitglieder übernehmen Flüchtlingspatenschaften des Caritasverbandes Dresden.
Daneben Engagement einzelner KSG-Mitglieder für Flüchtlinge auf politischer Ebene in Form von Offenem Brief und Teilnahme an politischen Versammlungen.

Sonstiges
Aus Anlass seines Wechsels nach Berlin hatte Erzbischof Dr. Heiner Koch zu seiner Verabschiedung anstelle von Geschenken um Spenden gebeten, die über den Diözesancaritasverband Flüchtlingsfamilien im Dresdner Flüchtlingszeltlager zugute kommen sollen. Dieser Flüchtlings-Aufnahmestelle hatte er zuvor einen Besuch abgestattet.


REGION ERZGEBIRGE

Aue – Pfarrei Mater dolorosa
In den Räumen der Pfarrei wird für eine kleine Gruppe christlicher Asylsuchender Deutschunterricht angeboten und in der Regel wöchentlich durchgeführt.
Weiterhin hilft eine Gymnasiastin der Pfarrei in der Erstaufnahmestelle (ehemalige Jägerkaserne) beim Deutschkurs und bei kommunikativen Aufgaben.

Marienberg – Pfarrei Mariä Unbefleckte Empfängnis
Intensives Engagement für eine syrische Familie in Olbernhau.

Dippoldiswalde – Pfarrei St. Konrad von Parzham
In Altenberg/Zinnwald und in Glashütte arbeiten Gemeindeglieder in einer regionalen Hilfsgruppe für Asylsuchende mit - vorbereitend auf die Unterbringung von Flüchtlingen. Die Gruppe Asyl von Altenberg/Zinnwald hat schon konkrete Pläne. Helfer stehen quasi in den Startlöchern, aber noch fehlen die Flüchtlinge.

Stollberg – Pfarrei St. Marien
Seit März 2015 wird einmal wöchentlich ein Deutsch-Sprachkurs angeboten. Die Pfarrei stellt dazu einen Raum zur Verfügung. Ein Team ehrenamtlicher Sprachlehrer, darunter auch ein Pfarreimitglied, gestaltet den Unterricht, an dem rund 10-15 Personen teilnehmen.


REGION MEISSEN

Leisnig/Waldheim – Pfarrei St. Paulus
In Waldheim gab es einen Begegnungsnachmittag mit jungen Familien aus aller Welt, an dem sich auch Vertreter der katholischen Kirche beteiligt haben. Der Kontakt wird über einen Verein gehalten.
In Colditz wird versucht, den Kontakt zu katholischen Flüchtlingen aus Eritrea aufzubauen.
Die Seelsorger der Region werden über die Bürgermeister in die Thematik eingebunden.


REGION LEIPZIG

Caritasverband Leipzig e.V.
Seit Anfang der 90er Jahre ist der Caritasverband Leipzig e.V. in der Flüchtlingshilfe tätig. Die Zahl der betreuten Flüchtlinge lag 2014 bei 571 Flüchtlingen. Im Jahr 2015 wird die Zahl deutlich höher sein, da der Verband ab Februar 2015 neu im Landkreis Leipzig (Sozialraum Markkleeberg) mit 2 VzÄ tätig ist.
Die Klientenzahl im Landkreis Leipzig wurde 2015 auf aktuell 450 eingeschätzt. Die Zahl in Leipzig wird in 2015 nicht niedriger sein als in 2014. Also ist für 2015 mit deutlich über 1.000 betreuten Flüchtlingen zu rechnen.
Hinzu kommen Flüchtlinge z.B. aus Syrien, die in der Regel sehr schnell einen Aufenthalt bekommen und ab dann in der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer betreut werden, formaljuristisch dann also nicht mehr unter "Flüchtling" erfasst werden.
Ausweiten wird der Leipziger Caritasverband voraussichtlich ab Oktober 2015 seine Aufenthalts- und Rückkehrberatung. Ab September 2015 sollen Flüchtlinge in mehreren Wohnungen in Leipzig sozial betreut werden.
Aktuell arbeiten 9 hauptamtliche Mitarbeiter direkt in der Flüchtlingshilfe (+2 ab September/Oktober 2015). Dazu kommen rund 20 Ehrenamtliche.
In der gemeinsam mit der Diakonie betriebenen Ökumenischen Flüchtlingshilfe Leipzig sind aktuell über 100 Ehrenamtliche gelistet.

Internet: www.caritas-leipzig.de

Leipzig - Bischöfliches Maria-Montessori-Schulzentrum
Zum Schuljahresanfang wurden neun Kinder syrischer Flüchtlingsfamilien am Schulzentrum aufgenommen. Die Kinder gehen in die 2. bis 8. Klasse. Sie sind unterschiedlich lange in Deutschland. Von den Schülern des Schulzentrums wurden die syrischen Kinder herzlich aufgenommen, teilweise hatten die Klassen Begrüßungsgeschenke und ähnliches vorbereitet.
Unterstützung erfährt die Schule dabei insbesondere durch den Ordensbruder Andreas Knapp (Gemeinschaft der Kleinen Brüder vom Evangelium), der den Familien sehr geholfen hat und der Schule als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Leipzig-Gohlis – Pfarrei St. Georg
Beteiligung am ökumenischen Engagement für die Erstaufnahmeeinrichtungen im Leipziger Norden.

Leipzig-Schönefeld – Pfarrei Heilige Familie
Eine Wohnung auf dem Pfarrgelände wird vorgerichtet, um für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt zu werden.

Leipzig-Süd - Pfarrei St. Bonifatius
In der Pfarrei engagieren sich Gemeindemitglieder in der benachbarten Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Angefangen von Kuchenspenden über Gesprächsangebote bis hin zu Deutschkursen reichen die Angebote. Mit christlichen Flüchtlingen werden jeden Donnerstag um 17 Uhr im christlichen Gebetsraum der Erstaufnahmeeinrichtung Friederikenstraße Gottesdienste gefeiert. Gemeinsam mit den evangelischen Nachbargemeinden wird hier zum Gebet eingeladen, wodurch weitere Kontakte entstehen. Es besteht die Möglichkeit der Begleitung zum Sonntagsgottesdienst; mittlerweile liegen in der Pfarrei auch deutsch-arabische Gottesdiensttexte vor, die eine Mitfeier ermöglichen. Zur Verbesserung der interreligiösen Kompetenz sollen in der Verantwortungsgemeinschaft und auf Ebene der Stadtökumene Bildungs- und Gesprächsabende initiiert werden. Mit den evangelischen Nachbargemeinden und dem Elisabethkrankenhaus werden zum Weihnachtsfest Geschenkpäckchen für die Erstaufnahmeeinrichtungen gepackt.

Leipzig-Wahren – Pfarrei St. Albert
Es gibt seit langem Beziehungen zum Asylbewerberheim in der Pittlerstraße. Die Pfarrei hat angeboten, das Pfarrhaus für eventuelle (auch religiöse) Feste zur Verfügung zu stellen. Im Übrigen ist ein Angebot zum Deutschunterricht vorgesehen.
Der Dominikanerkonvent prüft, wie das Kloster helfen kann.

Leipzig – Jesuiten
Pater Bernd Knüfer arbeitet im Flüchtlingsrat mit.

Leipzig – Gemeinschaft der Kleinen Brüder vom Evangelium
Die Kleinen Brüder vom Evangelium in der Pfarrei St. Martin in Leipzig-Grünau pflegen intensiven Kontakt mit 6 Familien aus Syrien (Aleppo, Hassaka) und dem Irak (Mossul). Zu ihrem Engagement gehört die Begleitung der Flüchtlinge zu den Behörden; Hilfen beim Ausfüllen von Papieren; Organisation von Möbeln, Kleidung; Organisation von Hausaufgabenhilfe für Kinder bzw. Gesprächspartner für die deutsche Sprache (Erwachsene); Vermittlung von Plätzen im kath. Kindergarten St. Martin (2 Kinder) und im Maria-Montessori-Schulzentrum (insgesamt ca. 12 Kinder und Jugendliche).
Hilfe bei Wohnungssuche, Umzug etc.; wechselseitige Einladungen zum Essen. Vermittlung der Kinder zur Teilnahme an der RKW und an den Angeboten für Kinder/Jugend in der Pfarrei.

Katholische Studentengemeinde Leipzig
Einzelne Studierende geben Nachhilfe für Flüchtlingskinder.

Borna – Pfarrei St. Joseph
Ein Koordinator – dessen Stelle gemeinsam durch Staat und Kirche gefördert wird – ist in der Migrantenarbeit eingestellt. Unterstützt durch ehrenamtliche Mitarbeiter wird dabei im Auftrag der Pfarrei soziale Hilfe in drei Bereichen für Migranten im Süden des Landkreises Leipzig angeboten: Übersetzungshilfe (Arabisch-Englisch), Wohnungs-, Ämter-, und Transporthilfe sowie Konversationstraining für Alltagssituationen.
Zwei Familien, eine aus Libyen, die andere aus dem Irak, die seit zwei Jahren in der Gemeinde leben, engagieren sich ehrenamtlich. Sie helfen bei Umzügen und dolmetschen.
Ein deutsches Gemeindemitglied gibt ehrenamtlich Sprachunterricht.
Einer der beiden Gemeinderäume war von April bis Juni für einen Sprachkurs vermietet, der wöchentlich an zwei Tagen angeboten wurde. Während eines Umbaus im Asylbewerberheim war eine Gruppe Iraner für einige Stunden im Pfarrhaus untergebracht.

Sonstiges:
Die Dekanatsjugend Leipzig hat geflüchtete Jugendliche zu ihren kommenden Sportturnieren eingeladen, Flüchtlingsmannschaften traten beim Fußballturnier am 26. September 2015 in Lindenau an.


REGION THÜRINGEN

Bad Lobenstein / Schleiz - Pfarrei Christus König
Gemeindemitglieder halfen Flüchtlingen aus Eritrea beim Erlernen der deutschen Sprache. Bei Veranstaltungen im Februar 2016 in Schleiz und Bad Lobenstein stellten die Flüchtlinge in den Gemeinden das Leben der Menschen in Eritrea vor und berichteten über ihr Heimatland, die Gründe ihrer Flucht und den Fluchtverlauf.

Eisenberg – Pfarrei Mariä Verkündigung
Die zentrale Aufnahmeeinrichtung für den Freistaat Thüringen befindet sich in Eisenberg. Die Pfarrei veranstaltet Begegnungsabende mit geflüchteten Familien und bietet Sprachunterricht an. Eine Sortierstation für Kleider-und Sachspenden wurde eröffnet. Für Kinder besteht immer wieder das Angebot zu Spiel-und Malnachmittagen in der Pfarrei. Viele Flüchtlingskinder und -jugendliche sind traumatisiert. Im Saale-Holzland Kreis wohnen 24 unbegeleitete minderjährige Jugendliche in verschieden Wohngruppen. Diese werden wiederholt zu Gemeindeveranstaltungen, zur Jugendgruppe und dem Projekt „Weltreise“ eingeladen, was gut angenommen wird. Es besteht eine enge Zusammenarbeit der Pfarrei mit den Vereinen in der Stadt und dem Roten Kreuz.

Gera - Pfarrei St. Elisabeth
Die Pfarrei lud im Januar 2016 Asylbewerber zu einem Familien-Spielenachmittag ein. Der Nachmittag wurde mit deutschen und arabischen Spielen gestaltet. Firmbewerber der Gemeinde bewirteten die Gäste des Nachmittags mit einem Imbiss.


REGION VOGTLAND

Reichenbach - Pfarrei Sankt Marien
Mitglieder der Pfarrei haben Patenschaften für Flüchtlingsfamilien übernommen. Sie helfen bei Behördengängen und Fragen des täglichen Lebens. Die Pfarrei stellt ihre Räumlichkeiten außerdem für die Durchführung eines Sprachkurses bereit. Ab Oktober wird dieser von Gemeindemitgliedern ehrenamtlich übernommen.


REGION ZITTAU

Zisterzienserinnen, Kloster St. Marienthal
Beschluss der Schwestern zur grundsätzlichen Bereitschaft, den eigenen Möglichkeiten entsprechend Flüchtlinge aufzunehmen. Im Kloster gibt es immer noch Baustellen von der Hochwasserkatastrophe 2010. Kurzfristig wäre denkbar, vorübergehend eine Familie in der bisherigen Priesterwohnung in der Propstei zu beherbergen. Diese Entscheidung wurde der Stadtverwaltung Ostritz mitgeteilt mit der Bitte, über weitere Vorgehensweisen und Rahmenbedingungen informiert zu werden. Eine Antwort steht noch aus (Stand: 14. September 2015).


REGION ZWICKAU

Zwickau - Peter-Breuer-Gymnasium
Seit Mitte 2014 unterrichten drei Lehrkräfte des Gymnasiums Flüchtlingsgruppen.

Crimmitschau – Pfarrei St. Franziskus von Assisi, und Werdau – Pfarrei St. Bonifatius
In den Pfarreien in Crimmitschau und in Werdau engagieren sich viele Gemeindeglieder sehr aktiv in der lokalen Arbeit mit Asylbewerbern (Werdau: Ökumenischer Arbeitskreis Asyl / Crimmitschau: Runder Tisch Integration).
In Werdau wird diese Arbeit bereits seit 1989 kontinuierlich getan; aktuell leben im Asylbewerberheim ca. 180 junge Männer sowie weitere ca. 50 Menschen, meist Familien, in dezentraler Unterbringung in Wohnungen im Stadtgebiet (Stand: 14. September 2015). Der Ökumenische Arbeitskreis Asyl bietet ehrenamtlich Deutschkurse an, Hilfe bei Behörden- und Arztgängen sowie vieles, was sich aus den Kontakten spontan ergibt. Im Advent findet seit vielen Jahren eine Familienadventsfeier statt. Am Samstag, 5. September, gestaltete der Arbeitskreis gemeinsam mit den Asylbewerbern ein wunderbares Sommerfest auf dem Gelände des Heimes.
In Crimmitschau kamen im November 2014 die ersten 100 Asylbewerber an und wurden komplett dezentral untergebracht. Durch eine aktive Information der Bevölkerung (zwei von Pfarrern moderierte Informationsveranstaltungen in der größten Kirche Crimmitschaus) führten zu einem breiten Engagement der Bevölkerung (Patenschaften, Willkommensnachmittage, Begleitungen, Wohnungsausstattung, Deutschunterricht, Gymnasiasten spielen mit den Kindern). Auch dabei sind die Kirchengemeinden, auch die katholische, sehr intensiv mit Gemeindegliedern und logistischer Mitarbeit vertreten. Darüber hinaus engagiert sich die Pfarrei Crimmitschau intensiv für einen libyschen Asylbewerber.
Pfarrer Michael Gehrke: „Dass das katholische Engagement komplett in das der gesamten Bevölkerung und der Kommune einfließt, dient der Sache mehr, als wenn wir extra etwas Eigenes aufziehen würden.“

Zwickau – Pfarrei St. Johann Nepomuk
Die Pfarrei hat Kontakt aufgenommen mit der Ausländerbeauftragten der Stadt Zwickau und dem Leiter des Asylsuchenden-Heimes in der äußeren Dresdner Straße. Dieses Heim liegt im Pfarrgebiet. Die Katholiken vor Ort wollen und werden sich in Absprache mit den Verantwortlichen ganz konkret engagieren. Es kann dabei um Besuche, Treffen, Sprachunterricht und um Sachspenden gehen.

Zwickau-Planitz - Pfarrei St. Franziskus
Hier gibt es den „Planitzer Helferkreis“, dem ca. 60 Personen angehören und in dem sich auch Christen der Pfarrei St. Franziskus engagieren.
Am 18. September2015 wird in Neuplanitz ein „Sozialraum“ (großer Aufenthaltsraum, ca. 100 qm) eingeweiht. Dort soll eine Begegnungsmöglichkeit sein, Deutschunterricht stattfinden und eine Spielecke für Kinder eingerichtet werden.

Zwickau - Pfarrei Heilige Familie
Die Pfarrei Hl. Familie hat die Einrichtung einer Kinderecke im Aufenthaltsraum einer Flüchtlingsunterkunft in Neuplanitz übernommen. Dafür wurde Geld gesammelt und Einrichtungsgegenstände (Kindertische, - stühle, Tafeln) und Spielsachen und Kinderbücher zum Deutschlernen angeschafft.
Daneben startete die Pfarrei eine Kleidersammlung für die Asylsuchenden mit dem Schwerpunkt Winterkleidung. Die Bekleidung wurde über den Caritasverband Dekanat Zwickau e.V. verteilt.
Gemeindemitglieder haben weiterhin in mehreren Aktionen Wohnungen von Flüchtlingen vor deren Einzug vorbereitet. Nach einem Generalputz wurden dort jeweils ein Blumengruß, eine Lebensmittel-Grundausstattung sowie für die Kinder Stifte und Papier zum Malen bereitgelegt. Für weitere notwendige Hilfen wird die Gemeinde kurzfristig von der Stadtmission angefragt, welche mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Zwickau betreut.
Zudem gibt es aus allen Zwickauer Gemeinden Menschen, die sich bereiterklärt haben, in den Asylunterkünften Sprachunterricht in Deutsch zu halten.

MB



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