Gemeindereferentin Doris Hahn (71) verstorben

Gottesdienst und Beerdigung am 30. November in Zwickau

Doris Hahn„Herr, auf dich vertraue ich.
In deine Hände lege ich mein Leben.“
(aus der Komplet)








Gott, unser Schöpfer, hat die Gemeindereferentin

Doris Hahn

in den Abendstunden des 21. November 2017 in sein himmlisches Reich gerufen.

Doris Hahn, geb. Schwarz, wurde am 26. Juni 1946 in Chemnitz geboren. Ihre Kindheit und Jugendzeit war geprägt von einer tiefen Beheimatung im Glauben inmitten der im Aufbau befindlichen, glaubensfeindlichen DDR-Gesellschaft. Doris Hahn engagierte sich bereits als Jugendliche in der Propsteigemeinde St. Johannes Nepomuk im damaligen Karl-Marx- Stadt (heute Chemnitz).

Mit der Heirat im Jahre 1969 zog sie mit ihrem Mann Günter ins erzgebirgische Städtchen Aue, das für die kommenden fast 40 Jahre zu einer Heimat für die Familie Hahn werden sollte.

Bewusst und voller Freude stellte sich Doris Hahn in den Dienst der Kirche und arbeitete ab 1970 als Pfarrhelferin und ab 1983 als Katechetin in der Pfarrei Mater Dolorosa in Aue. Sie war eine der ersten verheirateten Frauen im seelsorglichen Dienst. Es gelang ihr, Familie und Beruf auf eine Weise zu verbinden, die beidem Raum bot und gleichzeitig einladend war. Das Pfarrhaus in Aue war auch dank Familie Hahn stets ein Haus mit offenen Türen.

Die für die Erlangung der kirchlichen Lehrerlaubnis nötige Ausbildung absolvierte sie in mehreren Etappen berufsbegleitend, zuletzt im Zuge einer sechsjährigen praxisbegleitenden Ausbildung in Magdeburg. 1996 wurde sie als Gemeindereferentin gesendet.

Doris Hahn hat immer Verantwortung übernommen: im Rahmen ihrer seelsorglichen Aufgaben in Aue und später in Schneeberg, als Beauftragte der Dekanatskinderseelsorge, als Mentorin und als Regionalleiterin der Gemeindereferent/innen.

Wer Doris Hahn kennenlernen durfte, wird sich ihrer in Dankbarkeit erinnern. Sie war eine beherzte und stets zugewandte Frau, der es ein Anliegen war, die selbst erfahrene Ermutigung an andere Menschen weiterzugeben. Glaube war für sie keine fromme Übung jenseits des Alltags. Sie verstand es, Glaube und Leben miteinander zu verbinden, was sie zu einer geschätzten Gesprächspartnerin gemacht hat.

Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2008 zog das Ehepaar Hahn nach Zwickau. Dort engagierte sich Doris Hahn weiterhin in gemeindlichen Veranstaltungen und Projekten auf Stadtebene. So begleitete sie z. B. über viele Jahre die Zwickauer „Exerzitien im Alltag“.
Die letzten zwei Jahre ihres Lebens waren von Krankheit geprägt. Noch einmal war sie zum Perspektivwechsel herausgefordert: die stets aktive Frau wurde stärker als bisher eine Empfangende. Hatte sie bis dahin selber immer wieder die Krankenkommunion zu anderen gebracht, so nahm sie nun dankbar diese Möglichkeit für sich in Anspruch.

In den letzten Tagen vor ihrem Tod formulierte Doris Hahn, was sie wohl tief in sich spürte: „Ich gehe jetzt nach Hause…“.

Wir gedenken ihrer in Trauer und Dankbarkeit. Es war ihr Wunsch, dass der Abschied von unserer Hoffnung auf Auferstehung erzählt. In diesem Geist werden wir uns am Donnerstag, 30. November 2017, um 12 Uhr in der Pfarrkirche „Hl. Familie“ in Zwickau (Hegelstr. 3) zum Auferstehungsgottesdienst versammeln. Die Beerdigung findet um 13.30 Uhr auf dem Johannisfriedhof in Zwickau-Weißenborn (Crimmitschauer Str. 86) statt. Wir bitten alle Gläubigen um ihr Gebet.
 
Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen



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