Katholische Akademie besucht Künstler in ihren Ateliers

Fotokünstler Robert Vanis (Mitte) in seinem Atelier. Fotos: Ralf SpadtDresden, 15.02.2017: Ein beliebtes Format kehrt in die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen zurück, das Ateliergespräch. Die Teilnehmer sind dabei in die Ateliers der Künstlerinnen und Künstler eingeladen, um dort mit ihnen über ihre Gedanken und Ideen zu sprechen, die sie bewegen und die sie letztlich in ihren Kunstwerken zum Ausdruck bringen.

Fake – „es ist nicht das Thema, was ich gesucht habe, es hat sich ergeben“, so der Fotokünstler Robert Vanis, der im  Februar sein Atelier für Interessierte öffnete und zum Ateliergespräch einlud. Fake nimmt einen breiten Raum in seinen Kunstwerken ein. Dr. Michael Wächter griff das Thema auf und stellte es mit theologischem und kunsthistorischem Input auf eine noch breitere Ebene.

In Gegenwart und Geschichte ist Fake ein beliebtes Motiv. Ob Kunstwerke des Altertums bereits in der Römerzeit kopiert und Konstantinische Schenkungen fingiert wurden, oder die begabtesten Köpfe der Renaissance – wie Michelangelo – Meister der Vergangenheit kopierten: das Falsifikat spiegelt fast mehr die Wirklichkeit und Geisteshaltung der Zeit wider, als dass es sie selbst prägt. Auch die gegenwärtige Kultur ringt um einen angemessenen Umgang mit Realität, Fakt und Täuschung. In dieser Gemengelage hinterfragt der Fotokünstler Robert Vanis mit seinen Arbeiten die Glaubwürdigkeit des Gesehenen und verlangt dem Betrachter zugleich den „zweiten Blick“ ab. Fragen ergeben sich. Wie weit will Fake austesten, wie weit kann Fake gehen? Wann wird Fake gefährlich und werden Machtpositionen missbraucht? Im selben Moment wird in der Auseinandersetzung mit den Werken des Künstlers das spielerische Element und der positive Impuls des Fakes bewusst – die eigene Perspektive zu hinterfragen.

SR

Weitere Informationen zum Angebot der Katholischen Akademie:
www.katholische-akademie-dresden.de


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Fotos: Ralf Spadt



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