Ordinariatsrat Lenssen mit päpstlichem Silvesterorden ausgezeichnet

Neuer Leiter der Schulabteilung Christoph Bernhard zum Ordinariatsrat ernannt

V.l.n.r.: Christoph Bernhard, Bischof Heinrich, Wilfried Lenssen. Fotos: Michael Baudisch

Neuer und scheidender Leiter der Schulabteilung des Bischöflichen Ordinariats mit Bischof (v.l.n.r.): Christoph Bernhard, Bischof Heinrich, Wilfried Lenssen. Fotos: Michael Baudisch

Dresden, 08.06.2017 (KPI): Mit dem Orden des heiligen Papstes Silvester wurde am gestrigen Mittwochnachmittag, 7. Juni, der langjährige Leiter der Abteilung Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariats Wilfried Lenssen (65) geehrt. Bischof Heinrich Timmerevers überreichte ihm die päpstliche Auszeichnung anlässlich der Verabschiedung des Abteilungsleiters in den Ruhestand für dessen Wirken im Dienste der Kirche in der Gesellschaft.

Bischof Heinrich heftet Wilfried Lenssen den Silvesterorden ans Revers.

Bischof Heinrich heftet Wilfried Lenssen den Silvesterorden ans Revers. Zu den Privilegien der Ordensträger zählt, mit einem Pferd die Treppenstufen zum Petersdom hinaufreiten zu dürfen. Der Bischof: "Kann ich nicht empfehlen!"

In seiner Ansprache berichtete der Bischof davon, dass er bei seinen Besuchen an allen sechs Schulen in Trägerschaft des Bistums einen sehr guten Eindruck gewonnen habe. „Es ist faszinierend zu sehen, wie hier im christlichen Geist Schule gemacht wird“, sagte Bischof Heinrich. Das Bistum Dresden-Meißen unterhält aktuell sechs allgemeinbildende Schulen in Bautzen, Dresden, Leipzig und Zwickau. Wörtlich bezeichnete er die Einrichtungen als „lebendigen Organismus“. Er hob positiv hervor, dass die Bildungsstätten Sachsens Gesellschaft abbildeten und neben christlichen Schülerinnen und Schülern auch einen hohen Anteil bekenntnisfreier Schüler unterrichteten. „Wir haben hier einen Diamanten in unseren Händen, der hineinleuchten kann in unsere Gesellschaft.“ Zugleich dankte er dem scheidenden Leiter der Schulabteilung für dessen Aufbauleistung. „Sie gehörten zur Gründungsgeneration und haben nach der Friedlichen Revolution die Gunst der Stunde genutzt. Bischof Heinrich ernannte Christoph Bernhard zum Ordinariatsrat.Danach war von ihnen allerdings auch viel solide fachliche Handwerksarbeit gefragt, diese Schulen zu etablieren“, so der Bischof.

Zugleich betonte er, dass er die Abteilung Schulen und Hochschulen der Bischöflichen Verwaltung bei Lenssens Nachfolger Christoph Bernhard in besten Händen wisse; er ernannte den Bischöflichen Schulrat an diesem Nachmittag außerdem zum Ordinariatsrat.

Mit einem Dankgottesdienst mit Bischof Heinrich, Bischof emeritus Joachim Reinelt, Generalvikar Andreas Kutschke, Domdekan Klemens Ullmann und dem Leipziger Studentenseelsorger, Jesuitenpater Christian Braunigger, war der Nachmittag in der Kathedrale feierlich eröffnet worden. Die Dresdner Kapellknaben gestalteten die Heilige Messe musikalisch.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulabteilung gestalteten den Gottesdienst mit und sprachen unter anderem die Fürbitten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulabteilung gestalteten den Gottesdienst mit und sprachen unter anderem die Fürbitten.

Vor zahlreichen Gästen aus dem Bildungssektor ging Bischof Heinrich in seiner Predigt besonders auf den Beruf des Lehrers ein. „Nur wer so souverän ist, mit seinen Stärken und Schwächen umzugehen, seine Stärken und Schwächen im Bewusstsein der Gabe Gottes zu sehen, kann auf andere zugehen“, sagte der Bischof. „Lernen, wachsen, das wird nur gelingen, wenn sich der Lernende vom Lehrenden geliebt, angenommen weiß. Vielleicht ist dieser besondere Blick der Zuwendung der Grund für den Erfolg unserer kirchlichen Schulen.“

Dr. Verburg, Leiter der Schulabteilung des Bistums Osnabrück, bei seinem Festvortrag.

Dr. Verburg, Leiter der Schulabteilung des Bistums Osnabrück, bei seinem Festvortrag.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die zahlreichen Gäste und Wegbegleiter Wilfried Lenssens Gelegenheit, sich im Rahmen eines Empfangs im nahegelegenen Haus der Kathedrale persönlich zu verabschieden. Dr. Winfried Verburg, Leiter der Abteilung Schulen und Hochschulen des Bistums Osnabrück, sprach in einem Vortrag zum Thema „Heute in der Schule für die Kirche von morgen?“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Lenssens gaben dem gebürtigen Kölner und bekennenden Italien-Liebhaber in den Ruhestand unter anderem eine Espresso-Tasse und einen Kerzenständer des 2012 verstorbenen Künstlers Egino Weinert mit auf den Weg, der lange Jahre in Köln gewirkt hatte.

Verabschiedeten ihren langjährigen Chef in den Ruhestand (v.l.n.r.): Marlis Fleischerowitz, Eva Wendt, Christoph Bernhard, Tobias Jensch, Margareta Bräuer, Gabriele Reinelt, Regina Nothelle.

Verabschiedeten ihren langjährigen Chef in den Ruhestand (v.l.n.r.): Marlis Fleischerowitz, Eva Wendt, Christoph Bernhard, Tobias Jensch, Margareta Bräuer, Gabriele Reinelt, Regina Nothelle.

Vertreter des Sächsischen Kultusministeriums sowie der Konferenz der Schulabteilungen der deutschen Diözesen sowie der Gemeinsamen Katholischen Schulinspektion würdigten in Grußworten das Wirken Lenssens als Fachmann im Sektor Freie – insbesondere Kirchliche – Schulen und als „einen der prägendsten Netzwerker in diesem Bereich im Osten Deutschlands“.

MB



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