Freude ERhofft!

Rückblick auf erlebnisreiche Kar- und Ostertage im Winfriedhaus

Der JuSe-Osterkurs 2017

Dippoldiswalde, 20.04.2017: Von Gründonnerstag bis Ostersonntag (13. bis 16. April) fand der Osterkurs der Bistumsjugendseelsorge im Winfriedhaus statt, in diesem Jahr unter dem Titel: „Auf dem Weg – Freude ERhofft“. Fünfzig Jugendliche und junge Erwachsene wollten sich das nicht entgehen lassen und kamen aus dem ganzen Bistum ins Winfriedhaus. Sie machten sich in diesen vier Tagen auf den Weg mit den Jünger/innen. Unter den Tagesmottos „Gemeinschaft“, „Jesus“, „zweifeln-glauben-handeln“ und „Freude“ durchlebten sie die Gefühlswelt der Jünger in den Kar- und Ostertagen selbst.
Jugendreferentin Christina Händler freute sich über die Begegnungen, die Kreativität und die Glaubenszeugnisse der Teilnehmenden und das vielseitig aufgestellte Team, was durch Kaplan Przemek Kostorz, den Sozialpädagogen Christian Großer und Maximilian Riedel sehr bereichert wurde. Es war ein kostbares gemeinsames Unterwegssein.

Der Gründonnerstag startete mit einem gemeinsamen Agapemahl, das mit wunderbaren Speisen, geistlichen Impulsen und dem Austausch darüber gefüllt war. So konnten die Teilnehmenden konkret Gemeinschaft erfahren und ihr Leben mit IHM und untereinander teilen.
Zu den Impulsen gehörten beispielsweise Fragen wie
- Was läuft in meinem Leben grad richtig gut, unbeschwert und ohne Stress?
- Wo habe ich schon Neid erlebt?
- Erkenne ich Ungleichheit?
             
Gemeinschaft erleben beim Mahl
Gemeinschaft erleben – wie Jesus und die Jünger beim letzten Abendmahl       

Dessert
Mit diesem Dessert war die Überraschung zum Ende der Agape gelungen.

An das Agapemahl schloss sich die Gründonnerstagsliturgie an, die die Brücke zur Ölbergstunde schlug, in der die Jugendlichen und jungen Erwachsenen den harten Bruch von der Gemeinschaft zum Alleinsein spüren konnten. Nach der szenischen Darstellung der Ölbergstunde konnten die Teilnehmenden das Kreuz mit ihren Ängsten, Sorgen und Nöten belasten.
         
Jesus am Ölberg
Jesus geht von den Jüngern weg, um alleine zu beten.           

Gott schickt einen Engel...
Gott schickt einen Engel, um Jesus zu stärken.

Der Karfreitag startete mit einer Einheit zum Thema Vertrauen. Die Teilnehmenden konnten in einzelnen Übungen nachvollziehen, wie es sich anfühlt zu vertrauen, zu führen und geführt zu werden.

Vertrauen...?
Auf Gott vertrauen und Jesus im Dunkel der Welt finden – gar nicht so leicht.

Vor der Karfreitagsliturgie standen Licht und Schattenseite des Kreuzes im Fokus. In der Kreuzverehrung während der Karfreitagsliturgie verwandelte sich das Kreuz vom schweren, todbringenden Zeichen hin zum hoffnungsvollen Zeichen der Liebe Gottes und Jesu Christi.
         
Licht und Schatten am Kreuz
Licht und Schatten gehören zusammen, auch beim Kreuz.   

Das verwandelte Kreuz
Das verwandelte Kreuz

Am Nachmittag dieses Tages stand der Tod in seinen unterschiedlichen Facetten und Bewältigungsstrategien im Blickpunkt.
 
Wie unterschiedlich wird über den Tod berichtet?
Wie unterschiedlich wird eigentlich über den Tod berichtet?

"Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!" (Friedrich Nietzsche)

Am Samstag waren die Emmausjünger mit ihren Zweifeln und der daraus entstandenen Erkenntnis unsere Wegbegleiter. Die Teilnehmenden setzten sich mit ihren Glaubenszweifeln auseinander und mit ihrem Glauben, der sich daraus entwickelt hat. Nachdem sie ihr eigenes Credo formuliert hatten, ging es an die konkrete Arbeit: Was ist mein Auftrag als Christ/in? Mit wem bin ich Kirche? Was ist meine Berufung? Und wie kann Inklusion in der Kirche aussehen?

"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
(aus "Spuren im Sand" von Margaret Fishback Power)

Am Nachmittag ging es dann an die Vorbereitung der Osterliturgie. Die Künstler/innen des Altartuchs und der Osterkerze wählten sich den manchmal schwierigen Lebensweg und das verwandelte Kreuz als Motive.

Gestaltung des AltartuchesGestaltung der Osterkerze        
Das riesige Altartuch entsteht nicht einfach nebenbei...    Und auch die Gestaltung der Osterkerze braucht ihre Zeit.

Am Sonntagmorgen startete die Osterliturgie um fünf Uhr morgens mit der rituellen Waschung und dem Osterfeuer. Groß war die Freude darüber, dass zum Gloria wieder Musikinstrumente den Gesang feierlich begleiteten. Nach der Feier der Osternacht gab es dann das alljährliche Osterfrühstück mit der vermutlich letzten musikalisch-szenischen Darbietung der Gruppe „Wirt“, gefolgt vom traditionellen Osterüberraschungssuchen.

Jesus und der Wirt  Nach sechs Jahren fuhren Jesus und der Wirt in den Himmel auf.

eine feuchte, aber erfolgreiche Suche
Manche Osterüberraschungen waren schwer zugänglich.


Kapelle im Winfriedhaus an Ostern 2017Jugendreferent Dominik Meyer berichtet nach seinem ersten Osterkurs, dass für ihn die Liturgien besonders eindrucksvoll waren – sie in ihrer Art mitfeiern zu können, ihre jugendgemäße Gestaltung in Musik, Offenheit und Weite der Fürbitten oder der akustischen Lesung  sowie das spürbare Mitgehen und Suchen nach Gottes Nähe.

Was von diesem Osterkurs bleibt, sind eindrucksvolle intensive Liturgiefeiern, die Erkenntnis, dass zwei Tage ohne Musik gar nicht so leicht auszuhalten sind, ein wunderbar gestaltetes Altartuch sowie eine wunderbar gestaltete Osterkerze sowie das Wissen darum, dass das Kreuz genau das richtige Zeichen für uns Christ/innen ist.

Und so sind wir mit verwandelten Ängsten, erlebter Freude und erfahrener Gemeinschaft unterwegs in unseren Alltag, um von unseren Freuden und Hoffnungen und der Auferstehung Jesu zu erzählen.







Fotos, Audio und Text: Bistumsjugendseelsorge (CH, DM)



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