Die Lausitz

Sorbische Mädchen bei der Bistumswallfahrt 2014
Sorbische Mädchen bei der Bistumswallfahrt 2014 in Rosenthal.

Rechtselbisch im Dreiländereck, wo Sachsen an Polen und die Tschechische Republik grenzt, erstreckt sich der sächsische Teil der Lausitz. Ihre Geschichte und Kultur wurden durch die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur böhmischen Krone geprägt. Hier wohnen in einem Dreieck von etwa 30 km Seitenlänge zusammen mit Deutschen die Sorben, ein kleines westslawisches Volk. Zweisprachige Ortsschilder weisen den Besucher ebenso auf das Besondere der Lausitz hin wie Kruzifixe am Wege, denn die Sorben der Oberlausitz sind zum großen Teil katholisch, sind es immer geblieben, so daß wir heute im Diaspora-Gebiet des Bistums eine ziemlich geschlossene katholische Enklave haben. Oft gerade durch die enge Verbindung mit dem Glauben haben sich besondere Bräuche in dieser Gegend erhalten wie z. B. das Osterreiten, kirchliche Prozessionen zu Pferde, die am Ostersonntag über die Fluren zwischen den Orten gehen. Während alte Frauen noch häufig im Alltag ihre Tracht tragen, legen sie an Festtagen auch die Mädchen und jungen Frauen an, wie man es zu Fronleichnam oder bei einer Wallfahrt sehen kann. Sorbisch ist die Liturgiesprache der heiligen Messe und wird natürlich auch an den Schulen dieser Gegend unterrichtet.




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