Erzgebirge und Chemnitz

Blick auf Annaberg
Blick auf Annaberg mit der Annenkirche.

Das Erzgebirge, dessen Rücken von altersher die natürliche Grenze zu Böhmen, heute der Tschechischen Republik, bildet, hat eine eigene Mundart, ein besonderes, aus der Bergbautradition kommendes Brauchtum und schmückt mit seiner Holzdrechsel- und Schnitzkunst viele Weihnachtsstuben. Auch eine ganz eigene Frömmigkeit ist hier zu Hause. Im seit der Reformation (1539) protestantischen Sachsen haben sich hier neben der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche zahlreiche evangelische Freikirchen entwickelt.

Das Erzgebirge ist eine Pultscholle, die in Sachsen allmählich ansteigt und in Böhmen steil abfällt. Die höchsten Berge sind der Fichtelberg im Westerzgebirge auf sächsischer und der benachbarte Keilberg auf tschechischer Seite, beide um 1.200 m hoch. Aus dem Erzgebirge stammt die Grundlage des früheren sächsischen Reichtums, der am großzügigen mittelalterlichen Stadtkern z.B. von Freiberg oder an den obersächsischen Hallenkirchen St. Annen in Annaberg-Buchholz oder St. Wolfgang in Schneeberg ebenso ablesbar ist wie an den repräsentativen Bauten der sächsischen Herrscher aus dem Hause Wettin. Dresdens Zwinger und viele Schlösser und Gärten sind beredte Zeugnisse dafür.

Chemnitz liegt im Vorland des Erzgebirges. Früher galt die Stadt wegen ihrer starken Textilindustrie als das sächsische Manchester. Zu DDR-Zeiten erhielt sie als Arbeiterzentrum den Namen Karl-Marx-Stadt. Aber 1989 forderten die Bürger den angestammten Namen zurück.




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