Klimawandel

Die aktuelle Diskussion über den globalen Klimawandel beinhaltet eine große Chance. Sie besteht darin, den „globalen Klimawandel endlich als Realität zu begreifen und nicht länger zu verharmlosen, so Prof. Meyer, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). In verschiedenen Beiträgen wurde bei der letzten Sitzung der Vollversammlung des ZdK auf unsere Verantwortung als Christen für die Bewahrung der Schöpfung hingewiesen. Dabei ist es unerheblich, so die Deutsche Bischofskonferenz, ob der Klimawandel ausschließlich vom menschlichen Verhalten bestimmt wird. Entscheidend ist, durch geeignete Maßnahmen eine Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen und CO2 zu erreichen. Wissenschaft, Wirtschaft und der Staat allein können dies nicht leisten. Unverzichtbar ist die Änderung unserer persönlichen Lebensweise. Damit wird sie zur neuen Herausforderung für das gesellschaftliche Engagement der Christen. Wir wissen, dass der Klimawandel ein globales Problem darstellt. Wie können wir aber einen moralischen Anspruch gegenüber den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas erheben, ihr Leben, ihre Wirtschaft unter ökologischen Gesichtspunkten zu gestalten, wenn wir nicht als Christen unsere persönliche Verantwortung gegenüber der uns anvertrauten Schöpfung anerkennen und danach unser Leben gestalten. Dazu ist die Energieeinsparung in unserem Wohnbereich, in den Gemeindehäusern und Kirchen ein erster Schritt. Der Einsatz alternativer Energien sollte bei Neubauten oder Modernisierungen grundsätzlich Priorität besitzen. Die Stromerzeugung mittels Braunkohle, für unsere Region zwar ein wichtiger Wirtschaftszweig, ist zukünftig nur noch bei einer signifikanten Minderung des CO2-Ausstoßes vertretbar. Besonders wir Christen müssen über diese ethische Herausforderung sprechen und entsprechend handeln.

Dresden, den 31.05.2007

Dr. Nikolaus Legutke
Diözesanratsvorsitzender



Im Anhang an die Pfarrgemeinderäte des Bistums Dresden-Meißen werden Beispiele einer Energieeinsparung im persönlichen Bereich und in den Gemeinden aufgezeigt:

- Energiesparen bei der Beleuchtung; die Beleuchtungseinrichtung muss unter fachmännischer Beratung und entsprechend Notwendigkeit erfolgen;
- Energiesparen bei der Heizung:
. Temperatur in Kircheninnenräumen im Winter nicht höher als 12C,
. im Wohnbereich ca. 20C
- Bei Heizungsmodernisierung Prüfung im Hinblick auf den Einsatz alternativer Energie. Die z. Z. noch relativ hohen Kosten dürfen dabei nicht das Beurteilungskriterium sein, da es sich um Investitionen in die Zukunft handelt und dem Ziel der Bewahrung der Schöpfung dient (Einsatz von Umwälzpumpen, Geowärme, Photovoltaik).
- Der Einsatz von Brennwertkesseln ist die Mindestforderung an eine Heizungsmodernisierung.
- Bei Modernisierung von Pfarr- oder Gemeindehäusern Verbesserung der Außendämmung, so es die Denkmalpflege zulässt.
Einsatz von Fenstern mit mindestens k= 1,1 W/mK;
Dachdämmung, Materialdicke von d=200 mm in Abhängigkeit vom Material,
- Bei Neubauten Außenwanddämmung kleiner gleich 0,25 W/mK;
Fenster, einschließlich Rahmen k= 1,1 W/mK;
Dicke der Dachdämmung ebenfalls d= 200mm, in Abhängigkeit vom Material,
- Einsatz von Thermosolar zur Aufbereitung von Warmwasser.

Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dient vielmehr als Anregung, sich bei der Durchführung von Baumaßnahmen im privaten oder kirchlichen Bereich die Frage nach einem möglichen Einsatz von alternativen Energien immer zu stellen. So sollte in allen Lebensbereichen die Effizienz der für die Beleuchtung oder Beheizung eingesetzten Energie geprüft werden, um Felder der Energieeinsparung zu erfassen.

Der Diözesanrat in Zusammenarbeit mit Herrn Clausen, Ordinariat Dresden, steht Ihnen für Gespräche zum Thema „Bewahrung der Schöpfung gern zur Verfügung.


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