Wie soll der Erkundungsprozess ablaufen?

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Beratung und Vernetzung

Genau genommen liegt dem eigentlichen Prozess in den pastoralen Räumen bereits eine umfangreiche Wahrnehmung und Verständigung im ganzen Bistum zugrunde. Bischof Dr. Koch hat im Verlauf des Jahres 2014 alle Dekanate besucht und mit den Laienvertretern und Hauptamtlichen viele Gespräche geführt. Nach Rücksprache mit den Priestern, Gemeindereferenten/innen und Laiengremien wurde daraus eine regionale Gliederung in 33 pastorale Räume („Verantwortungsgemeinschaften“) vorgenommen.

2014 hat Bischof Dr. Koch gemeinsam mit den Hauptabteilungsleitenden des Bischöflichen Ordinariates alle Verantwortungsgemeinschaften besucht. In intensiven Gesprächen mit den Hauptamtlichen und den Laiengremien wurde die pastorale, aber auch die personelle und bauliche Situation vor Ort „erkundet“ und auf ihre Entwicklungsperspektiven hin befragt. Zu Beginn des Jahres 2015 (in einer Region erst zum 01.03.2015) werden alle Verantwortungsgemeinschaften territorial klar umrissen und in einem bischöflichen Dekret verbindlich in Kraft gesetzt.

Regionale Gesprächsforen

Der Gesprächsprozess in den Verantwortungsgemeinschaften orientiert sich an einem Fahrplan, der in einer Arbeitshilfe (2013) und in einer ausführlicheren Handreichung (2014) genauer beschrieben wird. In einigen Verantwortungsgemeinschaften fanden bereits die sogenannten Auftakttreffen statt, die vor allem dem gegenseiteigen Kennenlernen der kirchlichen Orte und der gemeinsamen Einstimmung auf den Erkundungsprozess dienen. Daran nehmen Vertreter/innen der Pfarrgemeinden teil, aber auch ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende von katholischen Einrichtungen sowie Vertreter/innen von Orden, geistlichen Gemeinschaften, Verbänden, Initiativen und Projekten.

In weiteren Gesamttreffen wird gemeinsam an einer pastoralen Konzeption gearbeitet, die auch die strukturellen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Diese Treffen werden von einer Steuerungsgruppe geplant und vorbereitet und von ausgebildeten Moderatoren/innen geleitet. Prozessberater des Ordinariats koordinieren und unterstützen diesen Gesprächsprozess in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Verantwortungsgemeinschaft. Außerhalb dieser Gesamttreffen werden sich die Pfarreigremien und die Vertreter der anderen kirchlichen Orte gegenseitig besuchen und vernetzen und mit den inhaltlichen Fragestellungen des Erkundungsprozesses auseinandersetzen. Wichtig ist dabei die fortlaufende Information und Beteiligung aller Gemeindemitglieder bzw. der Mitarbeiter in den Einrichtungen, Verbänden und Initiativen.

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Entscheidungen der Bistumsleitung

Im Sommer und Herbst 2015 lädt dann der Bischof die Vertreter der einzelnen Verantwortungsgemeinschaften zu Gesprächen ein. Hier werden für jeden Pastoralraum gesondert strukturelle Eckdaten und pastorale Fragestellungen mitgeteilt, die den weiteren Gestaltungsprozess vor Ort leiten sollen. Der konkrete Zeitplan für die Umsetzung dieser Perspektiven hängt dabei von der jeweiligen Situation ab und wird sicher regional unterschiedlich sein.



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