Erinnerung an die Zukunft!?

Pfarrer Benno Schäffel im Interview zur Tagung zum "II. Vatikanischen Konzil" in Schmochtitz

Pfarrer Benno Schäffel

Eine Tagung mit dem Thema “Erinnerung an die Zukunft” findet vom Freitag, den 5. Oktober bis zum Sonntag, den 7. Oktober im Bischof-Benno-Haus statt. Dabei soll an den Beginn des II. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahre erinnert werden. Veranstaltet wird sie von der Katholischen Akademie, dem Bischof-Benno-Haus und dem Bistum Dresden-Meißen. Der Leiter der Abteilung Pastoral, Ordinariatsrat Pfarrer Benno Schäffel (Foto), hat dazu auf folgende Fragen geantwortet.

Wie wollen Sie sich denn an die Zukunft erinnern?

Wir eröffnen mit dieser Tagung in unserem Bistum das Gedenken an das II. Vatikanische Konzil. Der Papst wird das ja dann am 11. Oktober in Rom für die ganze Weltkirche tun. Es ist schön, dass der Titel irritiert. Dabei ist er ganz ernst gemeint. Was vor 50 Jahren beim Zweiten Vatikanischen Konzil gedacht, gesagt und geschrieben wurde, war eine ungeheure Öffnung der Kirche auf die Welt von heute. Die ist noch lange nicht im Alltag unserer Kirche vor Ort angekommen. Johannes Paul II. hat einmal gesagt, dass das II. Vatikanische Konzil die Vorbereitung der Kirche für das 3. Jahrtausend war. Wenn wir uns also daran erinnern, dann geht es nicht um Nostalgie, sondern um unsere Zukunft.

Warum haben Sie sich als Referenten Professor Dr. Ralf Miggelbrink aus Essen eingeladen?

Prof. Ralf Miggelbrink ist ein Vertreter der Generation nach dem Konzil. Mir scheint es wichtig, dass wir „Nachgeborenen“ uns das Konzil aneignen. Und da ist es hilfreich, dass uns jemand bei der Hand nimmt, der das für sich bereits getan hat. Ralf Miggelbrink wurde uns empfohlen; ich selber kenne ihn noch nicht, bin aber sehr gespannt auf ihn.

Für welche Personengruppe ist die Tagung in erster Linie gedacht?

Ralf Miggelbrink hat kürzlich ein viel beachtetes (und nicht zu umfangreiches) Buch zum Zweiten Vatikanum herausgebracht. Das ist gut lesbar und bestätigt uns, dass er jemand ist, der nicht nur hochwissenschaftliche Vorlesungen halten kann, sondern auch Erfahrung in der Erwachsenenbildung hat. Ohnehin wird er nur jeweils kurze Einstiegsreferate halten. Dann werden die Teilnehmer selbst anhand von ausgewählten Konzilstexten ins Gespräch kommen. Damit haben wir in den letzten Monaten immer sehr gute Erfahrungen gemacht und erlebt, wie Gefirmte sich durchaus als „Spezialisten“ in Fragen des Glaubens erweisen, ohne je Theologie studiert zu haben.

Und wer sich kurzfristig entscheidet ...

Das Team des  Bischof-Benno-Hauses ist - dafür kann man nicht genug Danke sagen - immer sehr flexibel. Einfach anrufen und nachfragen, ob man sich noch anmelden kann! Einige haben sich nur für den Samstag von 9 bis 18 Uhr angemeldet. Das ist sozusagen der Arbeitsteil der Tagung. Sie verpassen dann allerdings die „Appetithäppchen“, mit denen die Tagung gerahmt wird. So wird es am Freitagabend ein Podium mit Zeitzeugen des Konzils und am Samstagabend um 19.30 Uhr ein Konzert der Gruppe SLAVICON geben.


Das Interview führte Rafael Ledschbor/Katolski Posol
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Zum Bischof-Benno-Haus: www.benno-haus.de



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