Die Gruft

In der über 900-jährigen Geschichte des Hauses Wettin gab es verschiedene Orte, an denen die Angehörigen dieses Geschlechtes ihre letzte Ruhe fanden: auf dem Petersberg bei Halle nahe der Stammburg Wettin, im Kloster Altzella bei Nossen und im Dom zu Meißen. Seit der Reformation bestattete man im Dom zu Freiberg.

Die Stifter der Katholischen Hofkirche in Dresden, Friedrich August II. und seine Gemahlin Maria Josepha, schufen sich eine Grablege unter ihrer Kirche. In vier Räumen sind die Mitglieder des Hauses Wettin albertinischer Linie und die mit ihnen durch Heirat verbundenen Mitglieder europäischer Herrscherhäuser beigesetzt. Bis zum letzten sächsischen König Friedrich August lll. und Kronprinz Georg wurden hier 47 Angehörige dieser Dynastie bestattet.
Die Majestät des Todes gebietet, dass wir diesen Ort in Ehrfurcht betreten, um mit denen in Gemeinschaft zu treten, die vor uns gelebt und an die Auferstehung geglaubt haben.

Die Stiftergruft
Der älteste Gruftraum der Katholischen Hofkirche befindet sich unter der Sakramentskapelle. Mit dem Blick auf den darüber liegenden Tabernakel liegt hier das Stifterpaar bestattet. Von dem im Heiligen Sakrament gegenwärtigen Christus erhoffen sie das ewige Leben.
August der Starke starb 1733. Als polnischer König fand er seine letzte Ruhestätte auf dem Wawel in Krakau. Die Urne mit seinem Herzen wird über den Sarkophagen des Stifterpaares aufbewahrt.

Die Bischofsgruft
Von der Neuen Gruft führt ein Gang zur Gruft der Bischöfe von Dresden-Meißen. Nach der Erhebung der Hofkirche zur Kathedrale wurde sie 1980 angelegt.
Als erster wurde hier 1996 Bischof Gerhard Schaffran in einem Wandgrab beigesetzt. An der Stirnwand ist ein kleiner Altar errichtet.

Der Besuch der Grufträume erfolgt nur im Rahmen offizieller Kirchenführungen.





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