Die Mattielli-Statuen auf der Hofkirche

Im Gegensatz zur inneren Ausstattung der Kirche ist das geistige Programm des Kirchenäußeren erhalten geblieben. Der italienische Bildhauer Lorenzo Mattielli (1688 - 1748) schuf in den Jahren 1738 bis zu seinem Tod die 74 Heiligenstatuen und die vier allegorischen Figuren Glaube, Hoffnung. Liebe und Gerechtigkeit am Turm, an den Fassaden und auf den Balustraden. Vollendet wurde dieses gewaltige Werk von seinem Sohn Francesco bis 1752 hauptsächlich mit den Statuen am Turm. Sie bestimmen mit einer Größe von 3.50 Meter das äußere Bild der Hofkirche. Als Material bediente sich Mattielli des Cottaer Sandsteins, der in der Sächsischen Schweiz gebrochen wird.

Die Aufstellung der Statuen

 

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Die Auswahl der Heiligen trafen Königin Maria Josepha, Gaetano Chiaveri und vor allem Pater Ignaz Guarini, der Beichtvater des Königs. Neben Aposteln und Kirchenvätern sind jene Frauen und Männer dargestellt, die als Schutzpatrone für die sächsischen, habsburgischen, böhmischen und polnischen Lande eine Bedeutung haben und im wettinischen Herrscherhaus besonders verehrt wurden.

Jeder der dargestellten Heiligen wurde in ein bestimmtes Beziehungsfeld gesetzt, das heute nicht mehr in allen Teilen erkennbar ist.
Von den 78 Figuren wurden bei der Bombardierung der Kirche am 13. Februar 1945 viele Statuen, vor allem der obersten Attika, total zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit beschädigt Die Restaurierung bzw. Neuanfertigung vieler Figuren wurde im Jahr 2002 abgeschlossen.


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