Br. Grzegorz Boleslaw Frackowiak SVD


Br. G. Frackowiak SVD




Bruder Gregor Boleslaw Frackowiak wurde am 18. Juli 1911 in Lowecice / Polen geboren. Er trat am 16. November 1929 in den Orden der Steyler Missionare ein und legte am 8. September 1938, dem Fest Maria Geburt, seine Ewigen Gelübde ab. Seine Oberen übertrugen ihm die Aufgabe des Pförtners im Missionshaus St. Josef in Gorna Grupa/ Polen. Hier beeindruckte er die Gäste wie auch seine Mitbrüder durch seine außerordentliche Freundlichkeit, Bescheidenheit und vor allem durch seine Frömmigkeit.

Als die deutsche Wehrmacht das Missionshaus in Gorna Grupa besetzte und ihn aus dem Hause vertrieb, kehrte er in sein Elternhaus zurück und arbeitete in einem Druckereibetrieb in Jarocin/Polen. Da in Jarocin wiederholt Flugblätter aufgetaucht waren, fand im Herbst 1942 eine Razzia durch die Gestapo statt. Viele Druckereiarbeiter wurden verhaftet, Bruder Gregor konnte jedoch entkommen. Jedermann wusste, was nun den Verhafteten bevorstand.

Bruder Gregor, der an der Herstellung wie an der Verteilung der Flugblätter nicht beteiligt war, beschloss nach reiflicher Überlegung, die Verantwortung für die Flugblattaktion zu übernehmen und sich der Gestapo zu stellen. Dadurch hoffte er, wenigsten das Leben einiger Familienväter zu retten. Dies gelang ihm. Alle Gefangenen wurden freigelassen. Er wurde in Jarocin verhaftet und nach Dresden gebracht. Dort wurde er am 5. Mai 1943 durch das Fallbeil hingerichtet.

Br. Grzegorz Frackowiak SVD wurde am 13. Juni 1999 zusammen mit den drei Steyler Missionaren Stanislaw Kubista, Alojzy Liguda und Ludwik Mzyk von Papst Johannes-Paul II. seliggesprochen.



Die Märtyrer vom Münchner Platz

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