Freizeit für Menschen mit körperlicher Behinderung 2012 in Bad Laer

Freizeit für Menschen mit körperlicher Behinderung in Bad Laer 2012

 

In diesem Jahr fand vom 11. – 17.09.2012 unsere Behindertenfreizeit in Bad Laer statt. Das Hotel Mönte-Meyer war einigen Teilnehmern schon aus 2011 bekannt. Mit unserem ASB-Bus ging es von Bautzen, Dresden, Chemnitz und Hermsdorf (hier stiegen die Zwickauer und Plauener Teilnehmer zu) in das Münsterland. Insgesamt waren wir 33 Teilnehmer, von denen sich die meisten kannten. Für mich war es die erste Freizeit mit Körperbehinderten und ich freute mich sehr auf die gemeinsame Zeit. Gleich zu Beginn konnte ich den Lift für die Rollstuhlfahrer bewundern, welcher das Einsteigen mit den Rollstühlen erheblich erleichterte. Nach getaner Arbeit klappt er sich selbstständig zusammen und verschwindet in der untersten Stufe der Treppe.

Nach langer Fahrt waren wir endlich am Ziel angekommen, dem Hotel Mönte-Meyer in Bad Laer. Nachdem wir die Schlüssel in Empfang genommen hatten, freuten sich alle auf das Abendbrot. Herr Mönter jun. begrüßte uns anschließend auf das herzlichste und Pfarrer Wenzel verriet uns, was wir alles in diesen Tagen erleben werden.

Höhepunkte der Fahrt waren natürlich Stadtrundfahrt nach Münster und dem anschließenden Stadtbummel. Vom schlechten Wetter ließen wir uns nicht unsere gute Laune verderben. Da Münster die Fahrradstadt schlechthin ist, fanden unsere Rollifahrer hier sehr gute Bedingungen: alles eben und viele gut abgesenkte Bordsteine. Ein kleiner Besuch beim Landhaus der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff, dem Rüschhaus in Nienberge, durfte nicht fehlen. Sie gilt ja als eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen.

Das Hermannsdenkmal in Teutoburger Wald, welches an den Sieg der Germanen über die römischen Legionen im Jahre 9 nach Christus erinnerte, besuchten wir genauso wie die Exeternsteine. Die Externsteine sollten seit Jahrhunderten eine religiöse Kultstätte der Germanen sein. Dies ist durch Funde nicht bewiesen. Man vermutet, das hier die überlebenden römischen Legionäre aus der Varusschlacht den germanischen Gottheiten geopfert wurden. Sicher belegt sind die christlichen Reliefbilder, welche ca. 1000 Jahre alt sind.

Am Freitag wollten wir das Bibelmuseum in Rietberg besuchen. Dies ist kein normales Museum, sondern ein Freiluftmuseum, wo das Leben zur Zeit Jesu sehr lebendig und liebevoll dargestellt wird. Nicht nur ein Nomadenzelt aus echtem Ziegenhaar und einen eigenen Synagogenraum konnten wir bewundern. Die Mitarbeiterinnen des Museums hatten orientalische Kleider an und die lebensgroßen Tiere hat ein Künstler sehr echt aus Metallschrott zusammengeschweißt. Auf der Hinfahrt hatten wir eine Reifenpanne. Dank der freundlichen und hilfsbereiten Unterstützung der KfZ Werkstatt Arnold Kröger in Herzebrock-Clarholz konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Am Abend besuchte uns Familie Stöppler, die aus Münster angereist war. Herr Stöppler veranstaltete mit seinem Akkordeon ein Wunschkonzert der besonderen Art. Wir sangen gemeinsam unsere gewünschten Lieder und ließen uns die mitgebrachten Süßigkeiten schmecken. Ein schöner Abschluss nach einem ereignisreichen Tag.

Am Sonntag feierten wir in der Kirche Mariä Geburt in Bad Laer die Heilige Messe. Am Nachmittag lud uns Pfr. Wenzel bei einem Kurkonzert zu Kuchen und Kaffee ein.

Ein besonderes Dankeschön gilt unserer Busfahrerin Ute Fischer, die uns wieder heil und gesund nach Hause brachte und der KfZ Werkstatt Arnold Kröger in Herzebrock-Clarholz, welche uns in unserer Notlage so unkompliziert und preiswert geholfen hat.

Treppenlift am Bus

Teppenlift am Bus

 

Fr. Fischer, unsere Busfahrerin, bedient den Lift

 

Pfr. Wenzel legt mit Hand an

 

KfZ Werstatt Arnold Kröger bei der Arbeit

 

Bibelmuseum in Rietberg

 

 

 

 

Externsteine im Teutoburger Wald



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