Eigentum

29. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Dinge, die uns gehören, versehen wir manchmal mit unserem Namen, damit auch für andere klar wird, wessen Eigentum sie sind.

Aber wem gehören wir?

Manche würden darauf wohl prompt antworten: Ich gehöre mir selbst.
Aber ist das tatsächlich so? Ist mein Leben das Ergebnis meiner eigenen Anstrengungen? Und habe ich es wirklich immer in der Hand?

Spätestens dann, wenn wir mit Leid, Krankheit oder Tod konfrontiert werden, ist klar: letzlich verdanken wir unser Leben einem anderen.

Als Christ weiß ich: mein Leben gehört Gott. Es ist sein wunderbares Geschenk an uns. Und er wird es auch vollenden.

Wenn Jesus einfordert, Gott zu geben, was ihm gehört (vgl. Mt 22,15-21) geht es genau darum, anzuerkennen, dass wir Eigentum Gottes sind. Die Konsequenz daraus wäre, ihm unser ganzes Vertrauen zu schenken und aus seinem Geist heraus unser Leben zu gestalten.

Ja, wir gehören Gott. Das zu wissen, entlastet mich vom Zwang, alles selbst in der Hand haben zu müssen. Es schenkt mir Gelassenheit, weil ich mich – wie immer mein Leben auch aussehen mag – von ihm geborgen und gehalten wissen darf.

Und das macht mich unheimlich froh.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Gottes Segen!

Ihr Markus Böhme
Pfarrer der Pfarreien Heilige Familie & St. Franziskus in Zwickau
Dekan des Dekanates Zwickau



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