Festlegung

16. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Wer sich einmal festgelegt hat, der vertritt eine klare und eindeutige Meinung.
Nur schwer lässt sich eine solche Meinung, die in der Beurteilung anderer nicht selten zum Vorurteil wird, revidieren.

Doch gerade im Umgang mit unseren Mitmenschen kann dies sehr problematisch sein. Darauf weist auch Jesus mit seinem Gleichnis vom Weizen und dem Unkraut hin (Mt 13,24-30). Beides soll wachsen bis zur Ernte. Erst dann wird aussortiert.

Weil Gott keinen von seiner Liebe ausschließt, legt er uns auch nicht auf unsere Fehler fest. Vielmehr glaubt er an das Gute, das er in uns Menschen grundgelegt hat, und gesteht uns den Spielraum zu, uns zu entwickeln, damit dieses Gute wachsen und sich ausbreiten kann.

Legen auch wir andere nicht vorschnell fest, nur weil uns deren Aussehen oder Verhalten, ihre Meinung oder politische bzw. religiöse Einstellung nicht passt, sondern begegnen wir ihnen mit Geduld, Toleranz und liebender Zuwendung.
Denn damit geben wir ihnen die Chance, zu zeigen, wie viel Gutes in ihnen steckt.



Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesgnete Sommerzeit!


Ihr Pfarrer Markus Böhme

Pfarrer der Pfarreien Heilige Familie & St. Franziskus in Zwickau



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