Fülle

4. Sonntag der Osterzeit - Lesejahr A

Täglich landen unzählige Werbeflyer in unseren Briefkästen. So entsteht der Eindruck: Wir bräuchten uns nur dieses oder jenes Produkt zu kaufen und schon wären wir glückliche und zufriedene Menschen.

Natürlich wissen wir zu gut, dass dies eben nicht funktioniert, denn dadurch bekommen wir weder Antworten auf existentielle Fragen noch kann unsere tiefste Sehnsucht nach Leben, Freude und Angenommen-Sein gestillt werden.

Da wäre es besser, sich an Jesus zu halten, der sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,1). Wenn wir ihm und seinem Wort glauben, ist uns dieses einzigartige Leben garantiert.

Aber auch wir können dazu beitragen, dass andere etwas davon spüren. Wo wir das Beispiel Jesu zu unserem Maßstab machen, in der liebenden Begegnung mit unseren Mitmenschen, im Einsatz für Wahrheit, Gerechtigkeit und Solidarität, in unserem Bemühen, dem anderen, der an uns schuldig geworden ist, zu vergeben, überall da kommt Licht in die Dunkelheiten menschlichen Lebens, da atmen Menschen befreit auf, weil sich für sie neue Perspektiven eröffnen. Und genau da wird dieses „Leben in Fülle“ bereits hier und heute konkret.

Kein Unternehmen kann uns, selbst wenn es noch so ansprechende Werbung produziert, das geben, was Jesus anbietet: „Leben in Fülle“ - für uns und mit uns. Dies zu bezeugen, ist unsere wichtigste Aufgabe als Christen.

Dafür brauchen wir keine Werbeflyer.
Unser Reden und Handeln ist die beste Werbung für diese wunderbare Botschaft.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Gottes Segen!


Ihr Pfarrer Markus Böhme

Pfarrer der Pfarreien Heilige Familie & St. Franziskus in Zwickau



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