Nur geliehen

27. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Ausgeliehene Dinge müssen sorgsam behandelt und zum vereinbarten Zeitpunkt ordnungsgemäß zurückgegeben werden. Für uns klingt das ziemlich logisch.

Die Winzer, von denen Jesus in einem Gleichnis erzählt, wollen davon aber offensichtlich nichts wissen und sich den leihweise überlassenen Weinberg unter den Nagel reißen. Die Knechte des Besitzers werden verprügelt und getötet, und auch dessen Sohn und Erbe hat keine Chance (vgl. Mt 21,33-44).

Zwar kritisiert Jesus mit diesem Gleichnis in erster Linie die religiöse Elite seiner Zeit. Aber auch uns heute muss diese Geschichte aufrütteln. Denn die Frage steht im Raum: Wie gehen wir mit den Dingen um, die uns leihweise überlassen sind?

Ich denke an unsere Schöpfung: Da steht oft maximaler Profit vor dem Schutz und der Bewahrung unserer Erde. Raubbau und Schäden für Menschen und Natur sind die Folge. Anscheinend wird viel zu häufig vergessen, wer der eigentliche Herr ist.

Begnügen wir uns deshalb nicht mit großartigen Worten und Parolen, sondern setzen wir uns tatkräftig dafür ein, dass unser Lebensraum geschützt wird und die Armen und Benachteiligten unsere Solidarität erfahren!

Denn Gott nimmt uns für das, was er uns ausgeliehen hat, in die Verantwortung.
Deshalb sollten wir sorgsam damit umgehen!

Gottes Segen begleite Sie und Ihre Familien.

Ihr Markus Böhme

Pfarrer der Pfarreien Heilige Familie & St. Franziskus in Zwickau
Dekan des Dekanates Zwickau



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