Schulden

23. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Wer sich Geld leiht, einen Gegenstand ausborgt oder eine Wette verliert, der hat Schulden. Wie gut und befreiend ist es, wenn man alle Schulden abbezahlt oder ausgeliehene Dinge zurückgegeben hat. Dann ist man schuldenfrei.

Doch halt! So einfach ist das nicht.
Denn jeder Mensch hat Schulden:
„Die Liebe schuldet ihr einander immer.“ (Röm 13,8) sagt der Apostel Paulus.

Weil Gott uns ohne Ausnahme und ohne Vorbedingung liebt, sollen auch unser Alltag von dieser Liebe geprägt sein.
Die Liebe ist also das klare Erkennungsmerkmal eines Christen.

Liebe heißt, den anderen in seinen Eigenheiten zu achten, dessen Meinung – auch wenn sie der eigenen Meinung entgegensteht – zu respektieren, sich frei zu machen von Vorurteilen und Neiddebatten, und auch dem verzeihen zu können, der an uns schuldig geworden ist.

Liebe heißt, an das Gute im Menschen zu glauben, weil Gott dies grundgelegt hat.
Ja, letztlich meint Liebe, den anderen mit Gottes Augen zu sehen.

Einander in Liebe zu begegnen ist und bleibt eine Lebensaufgabe, denn die Liebe schulden wir einander immer.
Sie verweist nicht nur auf Gott, sondern macht auch unser Leben lebens- und liebenswert.

Gottes Segen für Sie und Ihre Familien!


Ihr Pfarrer Markus Böhme

Pfarrer der Pfarreien Heilige Familie & St. Franziskus in Zwickau



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