Bonifatiuswerk trauert um Prälat Kathke

Langjähriger Generalsekretär verstarb mit 70 Jahren in Paderborn


Prälat Clemens A. Kathke
Der 70-Jährige erlag am Abend des 7. Mai 2008, nur wenige Wochen nach seiner Verabschiedung als Geschäftsführer des Diaspora-Hilfswerkes, einer schweren Erkrankung. Mehr als zehn Jahre lang prägte er die Geschicke des Hilfswerkes.

Paderborn, 08.05.08: Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken trauert um seinen langjährigen Generalsekretär Prälat Clemens A. Kathke. Der 70-Jährige erlag am Abend des 7. Mai 2008, nur wenige Wochen nach seiner Verabschiedung als Geschäftsführer des Diaspora-Hilfswerkes, seiner schweren Erkrankung. Mehr als zehn Jahre lang prägte der Theologe und Praktiker die Geschicke des Hilfswerkes. „Dass wir die Zeit, die wir haben, sinnvoll nutzen und für die Menschen da sind, die uns brauchen“, hatte sich Kathke anlässlich seines 70. Geburtstags am 2. Februar gewünscht. Die Erfüllung seines Wunsches zeigt sich im Rückblick auf sein Lebenswerk.

1938 in Bernburg an der Saale geboren, wurde Kathke 1962 in Paderborn zum Priester geweiht. Zunächst leitete er mehrere Jahre ein heilpädagogisches Zentrum für geistig- und mehrfach behinderte Menschen in Warburg. 1981 wechselte er als Vorstandssprecher zur Kölner Josefs-Gesellschaft, einem katholischen Träger von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Von 1995 bis 1997 war er Diözesan-Behindertenseelsorger im Erzbistum Paderborn. Danach wechselte er einige Häuser weiter in die Zentrale des Bonifatiuswerkes. Einmal gefragt, was seine größte Hoffnung sei, antwortete Kathke, „dass die Menschen vom Individualismus wegkommen – hin zu einem mitverantwortlichen Wir-Gefühl“.

In seiner Amtszeit als Generalsekretär hat Kathke, der 1999 zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt wurde, zahlreiche Impulse gesetzt. Frisch im Amt führte er eine Reihe struktureller und inhaltlicher Neuerungen in der Bonifatiuswerk-Zentrale ein. Die Kinderpastoral und Jugendarbeit sowie die Unterstützung neugegründeter oder wiederbelebter Klöster in Deutschland, in Skandinavien und im Baltikum standen dabei stets im Fokus der Hilfe. Die Lebendigkeit christlicher Werte in einer säkularisierten Gesellschaft und die Förderung des Missionsgedankens sah Kathke als seine Kernaufgaben als Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Sekretär des Diasporakommissariats der deutschen Bischöfe an.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bonifatiuswerkes trafen sich, um gemeinsam um den Verstorbenen zu trauern und für ihn zu beten. In diesem Rahmen betonte der Generalsekretär des Hilfswerkes, Pfarrer Georg Austen: „Ich habe mit Betroffenheit von Prälat Kathkes Tod erfahren, weiß aber auch gleichzeitig, dass er von seiner schweren Krankheit erlöst wurde.“ Kathke habe durch seine Leidenschaft für die Katholiken in der Diaspora und seine humorvolle Art dem Bonifatiuswerk ein Gesicht gegeben. Kathkes langjährige, engagierte Arbeit für die Katholiken in der Minderheit würdigte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Georg Freiherr von und zu Brenken, auch im Namen des Generalvorstandes.

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