50-jähriges Kirchweihjubiläum in Ottendorf-Okrilla

Bischof Joachim Reinelt feiert Dankandacht


Die Filialkirche St. Josef der Werkmann.
Die katholische Kirche "Sankt Josef der Werkmann" wird 50! Gefeiert wird das Jubiläum am 9. und 10. Mai mit Festgottesdienst, Dankandacht mit Bischof Reinelt, aber auch mit Square-Dance, Kabarett und Festzelt.

Ottendorf-Okrilla, 07.05.2009 (KPI): Die katholische Kirche "Sankt Josef der Werkmann" in Ottendorf-Okrilla (Radeberger Str. 19) begeht am Sonntag, 10. Mai, ihr 50-jähriges Kirchweih-Jubiläum. Eröffnet wird das Festprogramm am Sonnabend, 9. Mai, ab 18 Uhr bei Square-Dance-Vorführungen und fröhlichem Beisammensein im Festzelt. Am Sonntag, 10. Mai, feiert die Pfarrei um 10 Uhr dann den großen Festgottesdienst zum Jubiläum mit Pfarrer Gerald Kluge. Dazu werden zahlreiche Gäste aus dem gesamten Einzugsbereich der insgesamt 1.296 Mitglieder zählenden Pfarrei Radeberg erwartet, der die Gemeinde in Ottendorf-Okrilla angehört.

Im Anschluss an den Gottesdienst beginnt der Festbetrieb, um 13.30 Uhr wird ein Kabarett gezeigt, für die Kinder gibt es ein Kaspertheater und Großraumspiele. Um 15.30 Uhr feiert Bischof Joachim Reinelt mit der Gemeinde die Dankandacht.


Die Geschichte der Pfarrei in Ottendorf-Okrilla - im Überblick

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der Neugliederung Europas kamen viele katholische Umsiedler aus Schlesien und Böhmen in die Gegend, weshalb eine weitere katholische Gemeinde gegründet wurde. Mit Unterstützung des Bischöflichen Ordinariats und gegen staatliche Widerstände wurde nach Plänen des Architekten Egon Körner unter großem Einsatz der Gemeinde mit ihrem Pfarrer Jan Pietschmann aus der Scheune eines früheren Dreiseitenhofes das neue Gemeindezentrum gebaut. Der Turm entstand aus geborgenen Steinen der im Bombenangriff 1945 zerstörten St. Franziskus-Xaverius-Kirche in Dresden-Neustadt. Geweiht wurde die Kirche am 10. Mai 1959 von Bischof Dr. Otto Spülbeck.

2003 begann der Umbau der Kirche und der Abriss des inzwischen leer stehenden Pfarrhauses. Am 15.12.2004 weihte Bischof Joachim Reinelt unter großer Anteilnahme der Gemeinde die neu gestaltete Filialkirche wieder ein. Die Gemeinde wurde zwischenzeitlich zunächst von Dresden-Neustadt aus betreut und gehört heute zur Radeberger Pfarrei St. Laurentius.


Die Geschichte der katholischen Gemeinde in Ottendorf-Okrilla - ausführliche Übersicht

Durch die Errichtung einer Glashütte in Ottendorf im Jahre 1875 kam es zur Ansiedlung von katholischen Glasarbeitern aus Böhmen und Schlesien. Für diese wurden Missionsgottesdienste in einem zur Kapelle eingerichteten Nebenraum des Gasthauses "Goldener Ring" abgehalten. Zunächst war dafür die Pfarrei Radeberg zuständig. 1918-1926 übernahmen Kapläne der Hofkirche in Dresden diese Aufgabe.

Ab dem 1.1.1926 gehörte Ottendorf-Okrilla dann zur Pfarrei Königsbrück. Im Zuge von Flucht und Vertreibung war die Zahl der Katholiken zum Ende des 2. Weltkriegs stark angewachsen. Deshalb wurde Ottendorf-Okrilla am 23.1.1947 zur Lokalkaplanei erhoben. Erster Lokalkaplan war Pfr. Josef Schneider aus Malkwitz bei Breslau. Er starb am 26.3.1954 und ist auf dem Ottendorfer Friedhof beerdigt. Sein Nachfolger wurde Pfarrer Rudolf Viehmann.

Große Probleme bereitete in dieser Zeit der Ort für die Feier der Gottesdienste. Die Firma Resse stellte eine Baracke auf der Förstereistraße zur Verfügung. Danach, in der Zeit, bevor der Kirchbau fertig gestellt wurde, durfte die Gemeinde an den Sonn- und Feiertagen den Gottesdienst in der evangelischen Kirche feiern. An den Wochentagen und zur Erteilung des Religionsunterrichts, stellte die katholische Familie Heidrich ihre Malerwerkstatt, Radeburger Str. 17, zur Verfügung.

1959 wurde der Dreiseitenhof "Guhr" zur Heimat der katholischen Kirche. Vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen. Bereits 1934 war ein Grundstück in Ottendorf durch den Bonifatiusverein gekauft worden. Nach mehrmaligem Tausch kam es 1959 zum Erwerb des Dreiseitenhofes auf der Radeberger Str. 19. Das Wohnhaus wurde abgebrochen und die Scheune zu einer Kirche mit Gemeinderaum umgebaut. Die bisherige Lokalkaplanei wurde am Tag der Weihe (10.5.1959) von Bischof Dr. Otto Spülbeck zur ordentlichen Pfarrei erhoben. Jan Pietschmann, der in der Gemeinde schon als Lokalkaplan gewirkt hatte, wurde damit auch der erste Pfarrer der Gemeinde. 1962 baute man den Pferdestall zur Pfarrwohnung aus.

1993 wurde der damalige Pfarrer Eckhart Wagner gleichzeitig Pfarrer von Dresden-Neustadt, wodurch Ottendorf-Okrilla zwar eigenständige Pfarrei blieb, de facto aber von Dresden-Neustadt aus betreut wurde. Dies änderte sich 1999. Vom 15.4. an wurde der Pfarrer von Dresden-Klotzsche, Hubertus Krehl, gleichzeitig Pfarrer von Ottendorf-Okrilla.

2002 wurde die Pfarrei "St. Josef der Werkmann" in Ottendorf-Okrilla aufgelöst und in die Pfarrei "Heilig Kreuz" Dresden-Klotzsche inkorporiert. Gemeinsam mit dieser wurde sie am 1.1.2005 mit der Pfarrei Dresden-Neustadt verschmolzen.

2005 kam es zum großen Umbau der Kirche, die etwas verkleinert wurde, um hinter der Altarrückwand mehr Platz für Gemeinderäume zu schaffen. Das alte Pfarrhaus war baufällig geworden. Da auch absehbar war, dass keine Pfarrwohnung mehr benötigt wurde, riss man das Haus Ende 2005 ab.

Auf Wunsch der Gemeindemitglieder kam es 2005 zu einem erneuten Wechsel der Gemeindezugehörigkeit. Seit dem 1. Advent 2005 gehört die ehem. Pfarrei Ottendorf-Okrilla zur Pfarrei "St. Laurentius" in Radeberg.


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