"Gemeindereferenten sind uns wichtig" 

Bundeskonferenz der Ausbildungsleiter für den Beruf des Gemeindereferenten tagte in Paderborn 

Ausbildungsleiter

Paderborn, 26.11.2009 (pdp): Die Ausbildungsleiter für den Beruf des Gemeindereferenten aller deutschen Diözesen trafen sich vom 16. bis 18. November in Paderborn. Dabei tauschten sie sich über die Ausbildungssituation der Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in den 27 Bistümern aus und berieten Möglichkeiten der Förderung von Berufsanfängern. Prälat Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat, informierte die Teilnehmer der Bundeskonferenz über die pastoralen Planungen im Erzbistum Paderborn.
 

Bei der im Erzbistum Paderborn geplanten Fortschreibung der Pastoralverbünde könne nicht im Sinne einer additiven Pastoral vorgegangen werden, bei der die hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter zukünftig immer weitere Aufgaben übernehmen müssten, sagte Prälat Dornseifer. In den neuen, größeren Einheiten werde sich die territoriale und kategoriale Gliederung des Erzbistums Paderborn vermischen. Die Bildung von pastoralen Zentren bringe eine Differenzierung des Angebotes in den größeren Einheiten mit sich, die auch für die Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten relevant sei und eine Chance auch für diese Berufsgruppe bedeute. „Das ganze geht nur in Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt. Seelsorge ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der zugleich das personale Angebot unverzichtbar ist. Deshalb ist für uns als Kirche der Dienst von Gemeindereferenten wichtig", so Prälat Dornseifer.

Der Einsatz von Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in größeren pastoralen Räumen bedeute eine neue Herausforderung für die pastoralen Mitarbeiter, so Wolfgang Möser, im Erzbistum Paderborn für die Aus- und Fortbildung der Gemeindereferenten verantwortlich. Dies müsse bereits bei der Gewinnung und Auswahl geeigneter Bewerber, aber auch bei der Berufseinführung und Begleitung berücksichtigt werden. Zugleich sei die Arbeit als Gemeindereferent ein attraktiver Beruf, in den der einzelne seine Talente und Fähigkeiten im Umgang mit Menschen einbringen könne, sagte Elisabeth Färber aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Vorsitzende der Bundeskonferenz der Ausbildungsleiter. Die seelsorgliche Begleitung von Menschen und die Arbeit in der Kirche biete viel Gestaltungsraum. In den deutschen Diözesen stünden derzeit auch mehr Planstellen für Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten zur Verfügung, als es geeignete Bewerber für diesen vielseitigen Beruf gäbe.

Weihbischof Robert Brahm aus dem Bistum Trier kam am Mittwoch nach Paderborn, um als Mitglied der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz mit den Ausbildungsleitern ins Gespräch zu kommen. Bei einem Studientag mit Professor Dr. Christoph Jacobs beschäftigten sich die Ausbildungsleiter der Diözesen mit dem Thema „Stärken stärken - Impulse aus der Salutogenese für einen ressourcenorientierten Ansatz in der Ausbildung". Der Pastoraltheologe und Pastoralpsychologe von der Theologischen Fakultät Paderborn gab Hinweise, welche Voraussetzungen pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitbringen sollten, um bei wachsenden und oft ganz unterschiedlichen Anforderungen in den größeren pastoralen Räumen auf Dauer gesund bleiben und motiviert arbeiten zu können.

pdp/meu


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