Ausstellung zum Thema Kirchenasyl

ab dem 30. August in der Klosterkirche St. Heinrich in Pirna

Das Caritas-Flammenkreuz.Pirna, 27.08.09: Unter dem Titel „20 Jahre Kirchenasyl" präsentiert die katholische Gemeinde St. Kunigunde in Pirna und die Caritas Pirna vom 30. August bis zum 12. September eine Ausstellung in der Klosterkirche St. Heinrich. Die Eröffnung findet am Sonntag, 30. August, um 11 Uhr statt. Dargestellt wird der Alltag im Kirchenasyl mit all seinen Belastungen für Flüchtlinge und Unterstützer sowie seinen tiefen menschlichen und spirituellen Erfahrungen. Die Schau zeigt zudem, wie die Kirchenasylbewegung Menschen auf der Flucht geholfen hat. Viele Beteiligte haben mit einem beträchtlichen Aufwand an Zeit, Geld und Kraft Flüchtlinge im Kirchenasyl geschützt. Diese Erfahrung hat Einstellungen verändert, Vorurteile ausgeräumt und generell zur Integration, Solidarität und Akzeptanz von Flüchtlingen in der Gesellschaft beigetragen. Das Projekt ist eine Wanderausstellung der Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche". 

Das Kirchenasyl war und ist eine Reaktion auf die ungelösten menschenrechtlichen Probleme des deutschen Asylrechts. Als „ultima ratio" im Einzelfall verweist jedes Kirchenasyl exemplarisch auf die schwerwiegenden Defizite. Dabei geht es nicht darum, den Rechtsstaat in Frage zu stellen, sondern eine erneute Prüfung zu erreichen. Diese Einschätzung findet sich auch in den überwiegend unterstützenden Verlautbarungen von katholischen und evangelischen Kirchenleitungen, in denen das Kirchenasyl als Ausübung christlicher Beistandspflicht gewertet und befürwortet wird. 

Stichwort: Kirchenasyl

Kirchenasyl ist die zeitlich befristete Aufnahme von Flüchtlingen ohne legalen Aufenthaltsstatus, denen bei Abschiebung in ihr Herkunftsland Folter und Tod drohen oder für die mit einer Abschiebung nicht hinnehmbare soziale, inhumane Härten verbunden wären. Während des Kirchenasyls werden alle in Betracht zu ziehenden rechtlichen, sozialen und humanitären Gesichtspunkte geprüft. In vielen Fällen gelingt es nachzuweisen, dass Entscheidungen von Behörden überprüfungsbedürftig sind und ein neues Asylverfahren Erfolg versprechend ist.  

as 


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