Bischof Joachim Reinelt weihte Diakon Winfried Kuhnigk zum Priester

Neupriester tritt Dienst in Freiberg an


Am vergangenen Pfingstsamstag, dem 30. Mai, weihte Bischof Joachim Reinelt den Diakon Winfried Kuhnigk in der Dresdner Kathedrale zum Priester. Er wird als Kaplan in Freiberg tätig sein.

Dresden, 02.06.2009 (KPI): Am vergangenen Pfingstsamstag, dem 30. Mai, weihte Bischof Joachim Reinelt den Diakon Winfried Kuhnigk in der Dresdner Kathedrale zum Priester. Viele Geistliche aus dem gesamten Bistum, Angehörige und Freunde des Weihekandidaten sowie zahlreiche Gläubige nahmen am Weihegottesdienst teil, den die Dresdner Kapellknaben musikalisch gestalteten.

In seiner Predigt griff der Bischof den Satz aus dem Johannes-Evangelium auf: "Wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein" (Joh 12,26) und fragte: "Wo bist du, Herr?" Aus dieser Frage ergebe sich meist gleich die zweite: "Was müssen wir tun?" Zusammen mit dem Exegeten Heinz Schürmann sei er der Ansicht, wir Menschen müssten gar nichts tun – außer uns für Gottes Wirken zu öffnen.

Die Verwendung des Weihrauchs im Gottesdienst gebe eine Antwort auf die Frage: "Wo bist du, Herr?" Denn Weihrauch zeige, "wir bringen dem Höchsten unsere Verehrung dar, wo Er ist: am Altar, im Evangelium, am Kreuz, im Priester und in der versammelten Gemeinde", betonte Reinelt. Gott sei also anwesend in seinem Wort. Das "lebendige Wort des sich schenkenden Gottes", so der Bischof, solle der Priester immer neu hören, dann schweigen, sich vertiefen – und er solle immer neu fragen. Zudem sei Christus selbst im Priester gegenwärtig – "erinnere dich daran", mahnte Bischof Reinelt. Und schließlich sei in allen Situationen des Volkes Gottes Christus anwesend; daher gelte der priesterliche Dienst zu "fast 100 %" dem Volk Gottes. Auf die Fragen und Nöte der Menschen solle der Priester "aus der Kraft des Altares Antwort zu geben versuchen".

Seine erste Kaplansstelle tritt Winfried Kuhnigk in der Freiberger Pfarrei "St. Johannes der Täufer" an.

Der gebürtige Leipziger hatte sich nach seiner Schullaufbahn zunächst zum Maler und Lackierer ausbilden lassen, ehe er sich entschied, den Weg zum Priesteramt einzuschlagen. Er studierte Theologie in Erfurt und Rom und absolvierte ein Praktikum in der katholischen Pfarrei "Erscheinung des Herrn" in Altenburg. Im September 2008 hatte Bischof Reinelt ihn zum Diakon geweiht und ihm die Pfarrei Herz Jesu in Plauen/Vogtl. als Einsatzort zugewiesen.

Ein Zitat aus dem Johannes-Evangelium wählte er sich als Leitspruch für sein Leben als Priester: "Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt, ihr werdet es erhalten." (Joh 15,7)

Während die Gemeinde die Allerheiligenlitanei betet, liegt der Weihekandidat auf dem Fußboden - Zeichen seiner Demut, seiner Bereitschaft, Gott und den Menschen zu dienen.

Der Bischof überreicht Kelch und Hostienschale - Zeichen der Ermächtigung, der Eucharistiefeier vorzustehen.

Der neugeweihte Priester zwischen Bischof Joachim Reinelt und Pfarrer Herbert Kuhnigk (re.), zusammen mit Pfarrer Ulrich Dombrowsky (li) und Pfarrer Bernhard Gaar (2. von li.).

Der neugeweihte Priester spendet den Anwesenden den feierlichen Primizsegen.

Zahlreiche Priester und viele Gläubige feierten den Weihegottesdienst mit.

Die Dresdner Kapellknaben unter Leitung von Domkapellmeister Matthias Liebich gestalteten den festlichen Weihegottesdienst musikalisch.


Fotos und Text: Elisabeth Meuser


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