Caritas-Kollekte: Katholiken spenden für Osteuropa

Sammlungstermin: Sonntag, 29. November

Caritas

Dresden, 26.11.09: In den katholischen Gemeinden des Bistums Dresden-Meißen wird am kommenden Sonntag, 29. November, während der Gottesdienste wieder für die Aufgaben der Caritas gesammelt. Der Erlös aus der Kollekte kommt sozialen Projekten in Osteuropa zu Gute. Gespendet wird unter anderem für eine katholische Schule im russischen Tomsk, die ausschließlich auf ausländische Hilfe angewiesen ist, da kirchliche Einrichtungen in Russland als „religiöse Organisationen" keinen Anspruch auf staatliche Hilfe haben.

„Viele Kinder wachsen in Russland in extrem belastenden familiären Verhältnissen auf, die verheerende Auswirkungen auf ihre psychische und physische Gesundheit haben", berichtet Schwester Elisabeth Jakubowitz , eine Franziskanerin, die seit vielen Jahren in Sibirien tätig ist. Neben anderen sozialen Projekten wie Obdachlosehilfe, Frühförderung behinderter Kinder oder Hilfen für Mädchen im Gefängnis, betreuen Schwester Elisabeth und ihre Mitstreiter auch das katholische Gymnasium. „Einige Kinder sind emotional schwer traumatisiert und nicht in der Lage, sich in größere Gruppen zu integrieren", ist die Erfahrung der Ordensfrau. „Andere Kinder fehlen auf Grund ihrer stark geschwächten Gesundheit oft im Unterricht. Sie alle brauchen viel individuelle Unterstützung, um den versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen."

Hilfe wird aus Mitteln der Caritas finanziert

Ohne die Hilfe der christlichen Einrichtung hätten diese Kinder kaum eine Chance, eine vollwertige Schulbildung zu erhalten und ihre persönlichen Fähigkeiten zu entwickeln, weil geeignete Einrichtungen und Konzepte für ihre Förderung fehlen. Städtische Schulen mit einer Klassenstärke von 30 bis 40 Schülern sind mit ihnen überfordert, Privatschulen für die Familien nicht bezahlbar. Während sich in Russland Privatschulen und Gymnasien immer mehr zu Eliteschulen für Kinder mit Karrierechancen entwickeln, ist das katholische Gymnasium bewusst eine Bildungseinrichtung, die traumatisierten und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine hochwertige Schulbildung und eine ganzheitliche, harmonische Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht. Schwester Elisabeth: „Das erforderliche Schulgeld für Kinder aus armen Familien wird teilweise oder ganz aus dem Schulfond der Diözesancaritas finanziert."

Die erste katholische Schule in Tomsk wurde im Jahr 1900 gegründet. Sie wurde bereits 1920 durch die Kommunisten enteignet und geschlossen. 1993 wurde die Schule als katholisches Gymnasium wieder eröffnet. In Klassen bis zu 15 Schülern werden Kinder vom 1. bis zum 11. Schuljahr unterrichtet. Die Schule nimmt Kinder aller Bevölkerungsschichten auf, unabhängig von ihrer Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Aus räumlichen Gründen ist die Schülerzahl bisher auf maximal 70 Kinder begrenzt. Der Erlös aus der Caritaskollekte kommt neben der Russland-Hilfe auch sozialen Projekten der Caritas in Tschechien zugute.

as


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