Früherer Caritaspräsident fordert stärkere Vernetzung der Europäischen Sozialarbeit

bei internationaler Caritas-Tagung in Ostritz

Prälat Hellmut Puschmann

Prälat Hellmut Puschmann

Ostritz/Dresden, 29.09.09: Eine stärkere Vernetzung der Sozialarbeit in Europa hat der frühere Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Hellmut Puschmann, gefordert. Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe verdeutlicht, dass die Globalisierung keine „Zukunftslegende ist, sondern längst als Realität von jedem erlebt wird", sagte Puschmann zu Beginn einer internationalen Tagung zur Zukunft der europäischen Sozialarbeit am 24. September im sächsischen Ostritz. Man habe in Europa gelernt, wie bedeutsam der Austausch von Erfahrungen ist. 

Der europäische Einigungsprozess müsse als Teil des Globalisierungsprozesses von allen Partnern gemeinsam gestaltet werden. Europa habe verstanden, dass es nicht nur aus Regierungen besteht, sondern aus Völkern und Menschen. Puschmann: „Sie erfüllen die Infrastruktur ihrer Länder mit Leben. Dadurch gestalten sie ganz wesentlich den Alltag in der Europäischen Union".

Prälat Puschmann, der jetzt Vorsitzender des Caritasverbandes im Bistum Dresden-Meißen ist, wies zudem auf die Brückenfunktion der Caritas im Osten Deutschlands zu den Ländern in Osteuropa hin. Es gelte, die guten kirchlichen Beziehungen, die schon zu DDR-Zeiten bestanden, weiter auszubauen. 

Unterstützt durch das europäische Sozialprogramm „Progress" 

An der Tagung in Ostritz bis letzten Freitag nahmen rund 60 deutsche, tschechische, polnische und italienische Akteure aus der Sozialarbeit teil, um über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Die Konferenz wurde im Rahmen des Gemeinschaftsprogramms für Beschäftigung und soziale Solidarität (Progress) unterstützt. Dieses Programm wurde eingerichtet, um die Verwirklichung der Ziele der Europäischen Union in den Bereichen Beschäftigung und Soziales finanziell zu unterstützen. Zu der Tagung hatten Caritas Europa, die Caritasverbände der deutschen Bistümer Dresden-Meißen und Görlitz sowie die Caritasverbände von Litomerice (Leitmeritz, Tschechien) und Legnica (Liegnitz, Polen) eingeladen. 

as


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