Dekanatsjugend Chemnitz bringt "Altenberger Licht" nach Sachsen

Ein Bericht von Anna Pfeiffer (Bärenstein) und Philipp Hallmann (Chemnitz)


Gute Stimmung herrschte beim Besuch Chemnitzer Jugendlicher in Altenberg bei Köln.
20 Jugendliche und junge Erwachsene reisten über den 1. Mai nach Altenberg bei Köln. Hier nahmen Sie an der Aussendung des "Altenberger Lichts" teil. Zwei der Teilnehmer berichten von ihren aufregenden Erlebnissen.

Chemnitz/Altenberg, 08.05.2009: Schon in den frühen Morgenstunden des 30. April machten sich 20 Jugendliche und junge Erwachsene der Dekanatsjugend Chemnitz (erstmals mit Jugendlichen aus Annaberg-Buchholz) auf den Weg nach Altenberg-Odenthal bei Köln, um die Aussendung des „Altenberger Lichts“ zu feiern und es nach Chemnitz zu tragen.

Bevor wir jedoch nach Nordrhein-Westfalen fuhren, gab es diesmal einen Abstecher zu unserem ehemaligen Dekanats-Jugendseelsorger Pater Harald Neuberger SDB. Er arbeitet jetzt als Gesamtleiter einer Jugendhilfe-Einrichtung in Pfaffendorf nördlich von Bamberg und freute sich sehr. Bei einer kleinen Führung durch das Gelände gab er uns einen Eindruck von seiner Arbeit.

Salesianerpater Harald Neuberger.

Nach der Ankunft in Altenberg und unserer häuslichen Einrichtung in dem Selbstversorgerhaus „Morimond“ gleich neben dem Dom wurden alle Jugendlichen im Innenhof des Altenberger Jugendhauses von Diözesanjugendpfarrer Mike Kolb willkommen geheißen, der im Zuge der Begrüßung auch den „Mainachtsmarkt“ eröffnete. Dieser bestand aus verschiedenen Workshops, so z.B. dem „Caf Not-Wendig“ in dem man über gesellschaftliche Notwendigkeiten diskutieren konnte. Auch gab es eine Station in der man T-Shirts mit dem diesjährigen Motto des Altenberger Lichts: „DENK-MAL! Bedenkt die gegenwärtige Zeit! Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf! (Röm.13,11)“ selbst bedrucken konnte.

Im Dom begann um 20.00 Uhr ein Gespräch mit dem Schauspieler Dirk Heinrichs zum Thema „Was tun gegen Gewalt und Aggression?“ Einige Jugendliche unserer Gruppe waren bei diesem Gespräch dabei und konnten wichtige und interessante Aspekte daraus mitnehmen, vor allem, was Gewalt und Gefahrensituationen im Alltag betrifft.

Um 21.00 Uhr erzählten zwei Altenberger Jugendliche über ihre Freiwilligendienste in Brasilien und Afrika – einer wurde per Live-Schaltung via Internet nach Altenberg geholt! Um 22.30 Uhr begann die Feier der Vigil auf dem Außengelände. Nach einer Prozession mit gemeinsamen Gesängen und Gebeten fanden sich alle Jugendlichen wieder im Dom zusammen, um den zweiten Teil der Vigil zu feiern. Mit einer feierlichen Anbetung des Allerheiligsten ging die Vigil nach Mitternacht ihrem Ende zu.

Vertreterinnen der Chemnitzer Delegation entzünden eine Kerze am Altenberger Licht.

Den 1. Mai leitete um 7.30 Uhr eine Laudes im Dom ein. Um 10:00 Uhr begann die Feier der heiligen Messe mit der Aussendung des Altenberger Lichts – insgesamt übrigens zum 59. Mal. Traditionell zogen Fahnenträger der vertretenen Bistümer und Jugendverbände ein, so auch Solvejg und Johannes Langrzik mit der Bistums- und Dekanatsfahne. Nach ihnen zogen die Ministranten, Diakone, Pfarrer und der Bischof des Bistums Würzburg, Dr. Friedhelm Hofmann, ein.

Bischof Friedhelm Hofmann, Würzburg.

Wie in jedem Jahr wurden auch diesmal die anwesenden Gruppen mit Applaus begrüßt – eine gute Gelegenheit, die nagelneue Chemnitzer Dekanatsjugendfahne zu schwenken. Mit einer bewegenden und handfesten Predigt konnte der Bischof die über 2.500 Gäste im Altenberger Dom begeistern – sein Appell, getreu des Mottos vom Schlaf aufzustehen, kam bei allen an und wurde mit viel Applaus honoriert. Unser Jugendreferent Johannes Köst meinte später, dass dies wohl die beste Predigt eines Altenberger Lichts bis dato gewesen sei – er war seit 1996 fast immer dabei.

Bistums- und Dekanatsjugendfahne vor dem Altenberger Dom.

Nach dem Schlussgebet wurde das Altenberger Licht an der Osterkerze entzündet und anschließend an die Düsseldorfer Jugendlichen überreicht, die es als ein Zeichen des Friedens mit auf eine Missionsreise in die Türkei nehmen sollen. Danach hatten auch alle anderen Gäste Gelegenheit, mit Laternen und Kerzen das Licht für ihre Heimat mitzunehmen.

Nach ca. zwei Stunden einer auch musikalisch wunderbaren Hl. Messe fuhren fast alle angereisten Gäste und Jugendlichen mit dem Licht der Osterkerze von Altenberg wieder nach Hause. Unsere Gruppe jedoch blieb noch bis Sonntag in Altenberg. Am Nachmittag des 1. Mai fuhren wir nach Düsseldorf und erkundeten ein wenig die Stadt. Tags darauf ging es nach Köln, wo eine Führung in der St. Andreas Kirche mit dem Grab des Hl. Albertus Magnus anstand und anschließend wieder Zeit war, das sonnige Wetter zu genießen und auf Streifzug durch die Stadt zu gehen – natürlich auch mit einem Besuch im Kölner Dom.

Am Grab des heiligen Albertus Magnus.

Am Sonntag Morgen wurden schnell die Taschen verstaut, bevor wir nach Neuss in die St. Pius-Kirche zum Gottesdienst fuhren, den wir mit einigen Liedern zur Freude der Gemeinde mit gestalten konnten. Anschließend wurden wir von Pastor Ullmann zu einem kurzen Umtrunk mit Mitgliedern der Gemeinde und zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Die gute Freundschaft der Neusser Pfarrei zur Chemnitzer Dekanatsjugend entstand beim XX. Weltjugendtag in Köln (2005), als die Jugendlichen aus Chemnitz hier die Woche vor der Abschlussmesse mit dem Papst verbrachten.

Beim Gottesdienst in Neuss.

Schöne Tradition ist es geworden, dass dieser Besuch jedes Jahr um das Altenberger Licht stattfindet und unsere Bindung durch den Pastor und Familie Wehres, die immer wieder zu Kaffee und Kuchen nach Hause einlädt, ständig neue Festigung und Freude erfährt.

Kaffee-Trinken bei Familie Wehres.

Schweren Herzens ging aber auch dieser Besuch zu Ende und gegen Nachmittag steuerten unsere vier Privatautos – natürlich erst nach einem Gruppenbild – die Heimreise an.

Das „Altenberger Licht“ ist ein Symbol und Zeichen der Versöhnung und des Friedens, das durch die Jugendlichen in die Welt getragen wird. Die Reise war für alle eine schöne Erfahrung und einige unserer Gruppe wissen, dass sie nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit nach Altenberg fahren – um nicht müde zu werden im Glauben, sondern „aufzustehen vom Schlafe“!

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