Martinsfest mit Lampionumzug in der Dresdner Innenstadt

am 11. November um 17 Uhr

Ein Kind mit Laterne beim Martinszug in Dresden.

Ein Kind mit Laterne beim Martinszug in Dresden.

Dresden, 09.11.2009 (KPI): Zu einer ökumenischen Martinsfeier laden die katholische Dompfarrei und die evangelische Kreuzkirchengemeinde am Mittwoch, 11. November, alle Kinder und ihre Eltern in die Dresdner Innenstadt ein. Beginn ist um 17 Uhr an den Stufen der Kathedrale (der früheren Hofkirche) auf dem Schlossplatz. Hier werden die Kleinen von Dekan Klemens Ullmann und Superintendent Peter Meis begrüßt. Jungen und Mädchen der Evangelischen Jugend Dresden werden ein Martinsspiel gestalten. Musikalisch umrahmt wird der Auftakt vom Kinderchor der Pfarrei Dresden-Striesen sowie Musikerinnen und Musikern der Bigband des St. Benno-Gymnasiums.

Im Anschluss daran ziehen alle Kinder - angeführt von einer weiblichen Darstellerin des Heiligen Martin hoch zu Ross - mit ihren Laternen durch die Dresdner Innenstadt. Die Strecke führt am Fürstenzug entlang über den Neumarkt, am Kulturpalast vorbei und über die Wilsdruffer Straße zur Altmarkt-Galerie. Stadtpfeifer begleiten den Lampionumzug musikalisch. Zum Abschluss des Zugs werden im Vorhof der Galerie die traditionellen Martins-Gebäckhörnchen verteilt und miteinander geteilt. Dazu spielt die Band des Stadtjugendpfarramtes. 

Hintergrund:
Am 11. November gedenken viele Christen des heiligen Martin. Er wurde im Jahr 316 in der Stadt Sabaria (im heutigen Ungarn) geboren. Der Sohn eines römischen Tribuns trat auf Wunsch seines Vaters in die römische Armee ein. Die Legende erzählt, dass er hoch zu Ross an einem kalten Winterabend am Stadttor einen halbnackten Bettler traf, der ihn um eine Gabe anflehte. Martin hatte weder Geld noch Essen bei sich. Kurzentschlossen teilte er seinen weiten Offiziersmantel in zwei Hälften und gab eine davon dem frierenden Bettler. In der folgenden Nacht begriff er durch einen Traum, dass er in diesem Bettler Jesus Christus geholfen hatte. Daraufhin ließ Martin sich taufen, kündigte seinen Dienst und wurde zunächst Missionar. Seit 371 war er Bischof von Tours, wo er 397 starb. Der heilige Martin ist Patron der Schneider, Bettler, Geächteten und Kriegsdienstverweigerer.

MB


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