Mit dem Aschenkreuz enden die tollen Tage

Fastenzeit als Periode, in der sich der Gläubige auf Ostern vorbereiten soll


Graphik: pfarrbriefservice.de
Der Priester streicht Asche auf die Stirn und sagt: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staube zurückkehrst" - eine Erinnerung, dass das Leben vergänglich ist. Von dieser Tradition leitet sich der Name Aschermittwoch ab.

Dresden, 18.02.2009 (KPI): Der Priester streicht den Gläubigen in Kreuzform Aschenstaub auf die Stirn und sagt dazu: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staube zurückkehrst" - eine Erinnerung daran, dass das Leben vergänglich ist. Von dieser Tradition leitet sich der Name Aschermittwoch ab. Gottesdienste zum Aschermittwoch mit Austeilung des Aschenkreuzes finden in allen katholischen Pfarreien statt. Bischof Joachim Reinelt feiert die Eucharistie um 18 Uhr in der Kathedrale in Dresden.

Seit Ende des elften Jahrhunderts werden Christen am Aschermittwoch in den Gottesdiensten mit einem Aschenkreuz bezeichnet. “Am Aschermittwoch ist alles vorbei..., so heißt es in einem beliebten Faschingsschlager. Traditionell wird am Aschermittwoch das Konfetti aus den Sälen gefegt - die tollen Tage sind zu Ende.
Fastnacht, Fasching oder Karneval ist ein Schwellenfest: Entstanden am Vorabend des Aschermittwochs. Der Mittwoch vor dem 6. Sonntag vor Ostern gilt seit dem 6. Jahrhundert als Beginn der österlichen Fastenzeit. Davor wurde noch einmal kräftig Karneval (lateinisch: carne vale = Fleisch lebe wohl) gefeiert.

Die Fastenzeit gilt als Periode, in der sich der gläubige Christ auf Ostern vorbereiten soll, auf den höchsten christlichen Feiertag, das Gedächtnis an die Auferstehung Jesu. Schon früh rückte dabei das Fasten als bewusster Verzicht in den Mittelpunkt. Während seinerzeit strenger Verzicht die ganze Vorbereitungszeit hindurch galt, sind heute nur noch Aschermittwoch und Karfreitag strenge Fasttage, an denen Katholiken sich nur einmal satt essen und auf Fleisch und Wurst verzichten sollen.

Aus religiösen Gründen auf Speisen und Getränke zu verzichten, findet sich in allen Kulturen und Religionen als Ausdruck der Trauer und Sühne. Viele Katholiken nutzen bis heute die Fastenzeit, um ihre Lebensweise zu überdenken und sich bewusst auf Ostern vorzubereiten. Vorbild dabei ist das Beispiel Jesu, der 40 Tage lang fastete, ehe er begann, öffentlich zu wirken. Wer die Tage von Aschermittwoch bis Ostersonntag zählt (und die Sonntage abzieht, da sie nicht zur Fastenzeit gerechnet werden), kommt auf eben diese 40 Tage.

MB

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